„Gefährlichster Mann Deutschlands“: Ulrich Siegmund (AfD) feiert „Spiegel“-Titel als „Ritterschlag“ – Springer-Presse: „Journalistischer Offenbarungseid!“

Das aktuelle Cover des Hamburger Gerüchtemagazins „Spiegel“ wie auch die gesamte Story zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt seien ein „journalistischer Offenbarungseid“. Das schreibt „Welt“-Chefkommentator Andreas Rosenfelder. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund indes feiert den Titel in den sozialen Medien souverän als „Ritterschlag“. Das „Spiegel“-Cover zeigt Siegmund in einer düsteren, an ein Fahndungsplakat erinnernden Optik – dazu die Schlagzeile: […]

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Das aktuelle Cover des Hamburger Gerüchtemagazins „Spiegel“ wie auch die gesamte Story zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt seien ein „journalistischer Offenbarungseid“. Das schreibt „Welt“-Chefkommentator Andreas Rosenfelder. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund indes feiert den Titel in den sozialen Medien souverän als „Ritterschlag“.

Das „Spiegel“-Cover zeigt Siegmund in einer düsteren, an ein Fahndungsplakat erinnernden Optik – dazu die Schlagzeile: „Der gefährlichste Mann Deutschlands“.

Während Ulrich Siegmund mit selbstbewusster Gelassenheit reagierte, sehen das andere nicht so locker. Sie rügen, dass diese Art von alarmistischer Inszenierung ein Tiefpunkt journalistischer Ethik sei.

Wieder andere wie der Linken-Politiker Dietmar Bartsch bezeichnen das Cover als „Skandal“ – weil der Titel „Wahlkampfhilfe für die AfD“ sei.

So sieht es, allerdings mit anderem Akzent, auch das Springer-Blatt „Welt“: „Für Siegmund ist dieser ‚Spiegel‘ ein Geschenk. Denn er dokumentiert das beschränkte Weltbild einer linken Medienblase, die dem längst nicht mehr linken Zeitgeist ebenso ratlos wie hilflos gegenübersteht – und als Reaktion darauf genau jene Mischung aus Desinformation, Hass und Hetze mobilisiert, die sie am liebsten staatlich verbieten lassen würde.“

Geraune und Nachrede vom Hörensagen

Zum Inhalt der Titelstory merkt „Welt“-Chefkommentator Andreas Rosenfelder an: „Noch aussagekräftiger als das Titelbild, das schon vor dem Erscheinen des Hefts zum rechten Meme der Stunde avancierte, ist allerdings die zugehörige Geschichte. Man kann sich vorstellen, wie AfD-Sympathisanten sie – nicht nur in Sachsen-Anhalt – unter Gelächter vorlesen, was immerhin Unterhaltungsprogramm für eine halbe Stunde liefert.“

Größer war er nie

Der „Welt“-Kommentator bringt es mit wenigen Sätzen auf den Punkt: „Diese ‚Recherche‘, wie die drei Autoren ihre Titelstory nennen, ist ein journalistischer Offenbarungseid. Ihr Informationsgehalt geht gegen Null: Es handelt sich um ein Amalgam aus suggestiven Klischees, raunenden Unterstellungen und Nachrede vom Hörensagen. Einen Beweis für die Gefährlichkeit des Kandidaten, der sich ‚an die Macht lächeln‘ will, bleibt der ‚Spiegel‘ schuldig.“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) resümiert: „Das neue ‚Spiegel‘-Cover kann sich Ulrich Siegmund triumphierend in sein Büro hängen. Größer war er nie …“.

Beitrag: „Gefährlichster Mann Deutschlands“: Ulrich Siegmund (AfD) feiert „Spiegel“-Titel als „Ritterschlag“ – Springer-Presse: „Journalistischer Offenbarungseid!“
Quelle: Deutschland-Kurier.

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