Moskau schließt Goethe-Institute als Vergeltung für „Russisches Haus“ in Berlin

Moskau schließt Goethe-Institute als Vergeltung für „Russisches Haus“ in Berlin

Russland wird alle drei Goethe-Institute im Land schließen – als direkte Reaktion auf Maßnahmen der Bundesregierung gegen das russische Kulturzentrum „Russisches Haus“ in Berlin.

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Russland wird alle drei Goethe-Institute im Land schließen – als direkte Reaktion auf Maßnahmen der Bundesregierung gegen das russische Kulturzentrum „Russisches Haus“ in Berlin.

Die Bundesregierung hatte nach dem versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle angekündigt, den bilateralen Vertrag mit dem Russischen Haus zu kündigen, das als zentraler Arm russischer Kultur- und Einflussarbeit in Deutschland gilt. Moskau reagiert nun spiegelbildlich: Außenminister Sergej Lawrow erklärte, die Niederlassungen des Goethe-Instituts würden geschlossen, nachdem das russische Kulturzentrum in Berlin „vertrieben“ worden sei.

Nach Angaben des Goethe-Instituts betreibt die deutsche Kultureinrichtung in Russland drei Standorte – in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg (teilweise auch Nowosibirsk genannt, je nach Quelle und früherer Struktur). Dort werden Sprachkurse, Prüfungen, Bibliotheken und Kulturprogramme angeboten und seit Jahrzehnten als zentrale Plattform des deutsch-russischen Kulturaustauschs genutzt. Mit der Schließung gehen sowohl niedrigschwellige Deutsch-Sprachangebote als auch gemeinsame Kulturprojekte verloren.

Die Entscheidung steht in einer längeren Eskalationslinie: Bereits zuvor hatten russische Beschränkungen zur Reduzierung deutschen Personals in Russland geführt, wovon das Goethe-Institut und andere Bildungs- und Kultureinrichtungen stark betroffen waren. Nun eskaliert der Konflikt weiter in Form eines vollständigen Kultur-Gegenembargos, das den institutionellen Kulturaustausch zwischen Deutschland und Russland massiv einschränkt.

Ob und in welcher Form das Goethe-Institut künftig noch mit russischen Partnern digital oder über Drittstandorte zusammenarbeiten kann, ist derzeit offen; die praktischen Details der Abwicklung der drei Standorte waren in den jüngsten Meldungen noch nicht abschließend geklärt.

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Bildquelle: ArDanMe / shutterstock

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