Pistorius setzt Verpflichtungen für Litauen-Brigade um

Pistorius setzt Verpflichtungen für Litauen-Brigade um

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius lässt nun erstmals Soldatinnen und Soldaten verpflichtend für den Dienst in der deutschen Brigade in Litauen...

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius lässt nun erstmals Soldatinnen und Soldaten verpflichtend für den Dienst in der deutschen Brigade in Litauen abkommandieren, weil sich nicht genügend Freiwillige melden.

Die Brigade Litauen ist Teil der deutschen Zusage an die NATO, die Ostflanke dauerhaft zu stärken und bis Ende 2027 rund 4.800 bis 5.000 Bundeswehrangehörige in Litauen stationiert zu haben. Bisher setzte Pistorius auf Freiwilligkeit, hatte aber bereits im Sommer angekündigt, im Zweifel auf Verpflichtungen zurückzugreifen.

Bis zu 1.000 Soldaten sollen ab Ende September nach Litauen versetzt werden, wobei schätzungsweise bis zu 20 Prozent des benötigten Brigadepersonals zwangsweise verpflichtet werden müssen. Das Verteidigungsministerium spricht insgesamt von einer Zahl im mittleren dreistelligen Bereich, die nicht über Freiwillige gedeckt werden kann.

Die Maßnahme markiert einen Kurswechsel: Statt rein freiwilliger Meldungen werden nun Soldaten – zunächst vor allem spezialisierte Kräfte wie IT‑Experten und andere Fachkräfte – per Weisung für einen mehrjährigen Dienst im Baltikum eingeplant. Ziel ist es, die vollständige Einsatzbereitschaft der Panzerbrigade 45 „Litauen“ fristgerecht zu erreichen und Litauen angesichts der Bedrohung durch Russland ein belastbares Sicherheitsversprechen zu geben.

Pistorius verweist dabei auf die besondere strategische Bedeutung des Standorts: Die dauerhaft stationierte Brigade soll im Zusammenspiel mit litauischen Streitkräften die NATO‑Ostflanke schützen und ist ein zentrales Element der deutschen „Zeitenwende“-Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

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Bildquelle: EUS-Nachrichten / shutterstock

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