Schicksalswahl Sachsen-Anhalt: CDU warnt Wähler vor „grünen“ Leihstimmen-Hausierern! Scharfe Kritik auch von Linke, BSW und FDP

Die vorgeblich überparteiliche Kampagne „Taktisch Wählen 2026“ will mit gezielten Wahlempfehlungen für „Grüne“ und/oder SPD eine AfD-Mehrheit im Landtag von Sachsen-Anhalt verhindern. Die CDU warnt ihre Wähler ausdrücklich vor diesen Leihstimmen-Hausierern. Auch FDP, BSW und Linke kritisieren die Kampagne, die nach Einschätzung von Juristen eine Form von verdeckter und somit strafbarer Parteienfinanzierung zu sein scheint. […]

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Die vorgeblich überparteiliche Kampagne „Taktisch Wählen 2026“ will mit gezielten Wahlempfehlungen für „Grüne“ und/oder SPD eine AfD-Mehrheit im Landtag von Sachsen-Anhalt verhindern. Die CDU warnt ihre Wähler ausdrücklich vor diesen Leihstimmen-Hausierern. Auch FDP, BSW und Linke kritisieren die Kampagne, die nach Einschätzung von Juristen eine Form von verdeckter und somit strafbarer Parteienfinanzierung zu sein scheint.

Die Kritik an der Kampagne „Taktisch Wählen 2026“ im Landtagswahlkampf von Sachsen-Anhalt (der Deutschland-Kurier berichtete hier und hier) wird breiter und lauter. Die vorgeblich überparteiliche Initiative, hinter der eine den „Grünen“ geschäftlich vielfältig verbundene Berliner Agentur steht, versucht, durch gezielte Erst- und Zweitstimmenempfehlungen für „Grüne“ und/oder die SPD beiden Parteien am 6. September beim Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zu helfen. Ziel ist es, eine absolute Mandatsmehrheit der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt zu verhindern.

Achtung, Trickbetrüger!

Dieses Vorgehen stößt inzwischen nicht nur bei der AfD, sondern aus unterschiedlichsten politischen Richtungen auf scharfe bis wütende Ablehnung. Zornige CDU-Kandidaten warnen ihre Wähler ausdrücklich davor, auf diesen politischen Trickbetrug reinzufallen – sei es in Gestalt von „Hausbesuchen“ oder mittels sogenannter Online-Tools.

Die Internetseite der Kampagne ist auffällig unauffällig gehalten. Parteilogos oder Bilder von Kandidaten gibt es nicht. Potentielle Wähler können ihre Postleitzahl eingeben. Dann ploppt eine Empfehlung für die Erst- und die Zweitstimme im entsprechenden Wahlkreis auf.

Auffällig ist laut FAZ: In allen 41 Wahlkreisen in Sachsen-Anhalt lautet die Empfehlung für die Zweitstimme „Grüne“ oder SPD. In 38 Wahlkreisen weist das Tool von „Taktisch Wählen“ darauf hin, dass der Kandidat der CDU am wahrscheinlichsten in der Lage sei, mehr Stimmen als die AfD zu gewinnen und so ein AfD-Direktmandat zu verhindern. In sechs dieser Wahlkreise (Burg, Oschersleben-Wanzleben, Blankenburg, Quedlinburg, Bitterfeld-Wolfen und Bad Dürrenberg-Saalekreis) vermerkt die Kampagne explizit, dass sich der CDU-Kandidat für eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen habe „oder ähnliche Äußerungen“ getroffen habe. „Wenn du den Einfluss der AfD im Landtag schwächen möchtest, kann deshalb bei der Erststimme eine Wahl für eine andere demokratische Partei der beste Weg sein, um dich im Landtag gut vertreten zu fühlen“, heißt es.

Die Reaktionen der CDU-Kandidaten in Sachsen-Anhalt reichen auf lokaler Ebene von scharfer Kritik bis zu Wut und Zorn. Mehrere regionale CDU-Kandidaten reagierten massiv verärgert und verbitten sich energisch parteipolitische „Nachhilfe“ und „Bevormundung“ ihrer Wählerschaft. Die CDU-Landesspitze und Noch-Ministerpräsident Sven Schulze halten sich aus nachvollziehbaren Gründen mit Bewertungen opportunistisch zurück.

Dafür werden die Stimmen aus dem direkten Umfeld der CDU-Kandidaten in den Regionen umso lauter. Etwa im Wahlkreis 26 von Anja Schneider, der CDU-Direktkandidatin in Dessau-Roßlau. In ihrem Wahlkreis kam es laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) zu deutlicher Kritik. Das Vorgehen, den Wählern die Zweitstimme für andere Parteien nahezulegen, wird dort als „betreutes Ankreuzen“ kritisiert.

Beitrag: Schicksalswahl Sachsen-Anhalt: CDU warnt Wähler vor „grünen“ Leihstimmen-Hausierern! Scharfe Kritik auch von Linke, BSW und FDP
Quelle: Deutschland-Kurier.

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