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WHO-Vertrag: „Sechser im Lotto“ für die Pharmaindustrie – Anwalt Kruse packt aus

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Im exxpress-Exklusiv-Interview spricht Schweizer Anwalt Philipp Kruse Klartext: Erreger-Börse für 196 Länder, Notfallzulassungen in 60 Tagen, WHO als globale Wahrheitsinstanz – und neun Fragen die kein Parlament beantworten will. Während in Genf die 79. WHO-Generalversammlung tagt, ist klar: Der Pandemievertrag kommt vorerst nicht. Der entscheidende Anhang – das sogenannte PABS-System – konnte auch diese Woche nicht finalisiert werden. Verhandlungen gehen weiter, frühestens 2027 gibt es ein Ergebnis. Für Philipp Kruse ist das keine Überraschung – sondern eine Bestätigung. exxpress hat den profilierten Anwalt exklusiv zum Interview getroffen und dabei erfahren: Was in diesen Verträgen steht ist weitaus brisanter als die meisten ahnen. „Ein Sechser im Lotto“ Philipp Kruse verfolgt die WHO-Vertragsverhandlungen seit Anfang 2022. Im exklusiven exxpress-Interview – geführt am 20. Mai 2026, einen Tag nach dem WHO-Beschluss – erklärte er den aktuellen Stand und was seiner Meinung nach auf dem Spiel steht. Den PABS (Pathogen Access and Benefit Sharing)-Annex, also jenen offenen Punkt der den Pandemievertrag seit über einem Jahr blockiert, bezeichnete Kruse im Interview als „Erreger-Börse” – und das nicht ohne Grund. Die Idee dahinter: Sobald ein Mitgliedstaat einen Erreger mit pandemischem Potenzial entdeckt, soll er verpflichtet sein diesen auf eine globale WHO-Plattform hochzuladen und physisch an ein Referenzlabor zu schicken. Alle 196 Mitgliedstaaten – und auch Impfstoffhersteller – sollen dann Zugang erhalten. Warum das gefährlich ist, erklärte Kruse so: „Wenn Sie dort global die gefährlichsten Erreger, die Sie finden, hochladen und verfügbar machen für alle Mitgliedstaaten und verfügbar machen auch für ökonomisch interessierte Hersteller, dann haben wir eine unglaubliche Risikoquelle. Und wenn man dann noch das ökonomische Motiv, diese Erreger zur Geldmaschine zu machen, berücksichtigt, dann ist die Versuchung enorm groß, die nächste Pandemie in Gang zu setzen, um möglichst viel Impfstoffe zu verkaufen.” Den Pandemievertrag insgesamt beschrieb er als das, was es für die Pharmaindustrie bedeuten würde: „Das ist ein Sechser im Lotto, wenn es einem gelingt, ein Produkt bereitzuhalten, für welches der globale Gesundheitsnotstand ausgerufen wird.” Die drei gefährlichsten Punkte des Pandemievertrags Erstens: Regulatory Strengthening – Geschwindigkeit vor Sicherheit. Artikel 8 des Pandemievertrags verpflichtet Mitgliedstaaten ihre nationalen Zulassungsbehörden zu stärken und zu beschleunigen. Ziel soll sein, in rund 60 Tagen eine Notfallzulassung aus dem Boden zu stampfen. Explizit genannt werden dabei auch sogenannte „Gene-modifying Products” – also genbasierte Therapien. Kruse dazu: „Das heißt, das, was wir alle beanstanden, eine Technologie von allerhöchster experimenteller Qualität soll als Standard etabliert werden – und das noch mit maximaler Geschwindigkeit. Also Geschwindigkeit vor Sicherheit.” Zweitens: PABS – Multiplikation von Risiken. Das noch nicht fertig verhandelte PABS-System soll alle 196 Mitgliedstaaten zur permanenten, rund um die Uhr laufenden Überwachung ihres gesamten Territoriums verpflichten – inklusive Abwasser und Natur, mittels Gensequenzierung. Gefundene Pathogene müssen auf die globale Plattform hochgeladen werden. Kruse verwies dabei auf die erschreckende Ausgangslage: Allein in den USA kommt es laut offiziellen CDC-Daten jährlich zu über 100 unbeabsichtigten Freisetzungen von Pandemieerregern aus Laboren. Auf 196 Länder hochgerechnet, mit noch mehr Laboren und noch weniger Kontrolle, sei das Risiko einer Fehlentwicklung enorm – zumal der Vertrag keine wirksamen Sicherheitsvorkehrungen gegen Gain-of-Function-Forschung vorsehe. Drittens: Infodemics – die WHO definiert die Wahrheit. Sowohl im Pandemievertrag (Artikel 16) als auch in den bereits seit September 2025 geltenden geänderten Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV, Annex 1) ist verankert, dass Staaten Kapazitäten zur Bekämpfung von Fehlinformation aufbauen müssen. Die WHO gibt den sogenannten „Goldstandard” vor – also was als wissenschaftlich anerkannte Information gilt. Kruse erklärte im Interview: „Die WHO bestimmt, woher kommt die Gefahr, ist Sars-CoV-2 wirklich extrem gefährlich oder nicht und was ist das Gegenmittel. Das ist zwar kein Befehl, aber weil die WHO die Definitionsmacht hat und weil die WHO die Informationen, die sie ausgibt, als Goldstandard von allen Ärzten weltweit beachtet werden müssen und von den Regierungen – wirkt es genau gleich wie wenn es ein Befehl wäre.” Laut Kruse laufe das letztlich auf einen Verstoß gegen den Nürnberger Kodex hinaus – jene nach dem Zweiten Weltkrieg kodifizierte Norm die medizinische Versuche ohne vollständige Information und freiwillige Zustimmung verbietet. Dieser Grundsatz gilt laut dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR, Artikel 7) auch während Gesundheitsnotstände – ausnahmslos. Neun Fragen – alle mit Nein beantwortet Kruse hatte bereits bei der Veranstaltung „WHO Unmasked” am 12. Mai 2026 im Europäischen Parlament in Brüssel neun Fragen formuliert die Parlamente seiner Meinung nach beantworten müssen bevor sie neue WHO-Verträge ratifizieren – exxpress berichtete. Im exklusiven exxpress-Interview bekräftigte er diese Forderung – und verwies darauf dass diese Fragen nicht komplex oder juristisch abstrakt seien, sondern grundlegende Qualitätsstandards wie sie in jedem gut geführten Unternehmen selbstverständlich wären. Sein Befund zu allen neun: Die WHO habe ihre Aufgaben nicht erfüllt. Frage 1: Hat die WHO das Risiko von SARS-CoV-2 korrekt bewertet – oder hat sie einen falschen Gesundheitsnotstand ausgerufen? Kruse verwies auf die Affenpocken-Entscheidung als Beleg dafür wie der PHEIC-Mechanismus funktioniert: Als es um die Ausrufung eines Affenpocken-Notstands ging, stimmten fünf von neun Experten des Notfallausschusses dagegen. WHO-Generaldirektor Tedros folgte der Minderheit. Derselbe Ausschuss wird vom Generaldirektor selbst eingesetzt und kann jederzeit abgesetzt werden – eine unabhängige Kontrolle existiert nicht. Frage 2: Hat die WHO den Ursprung der Pandemie ausreichend untersucht – einschließlich der Möglichkeit eines Laborursprungs? Das WHO-Untersuchungsteam in Wuhan wurde von Peter Daszak von EcoHealth Alliance geleitet – demselben Forscher der seit 2013 mit dem Wuhan Institut für Virologie zusammengearbeitet hatte um Fledermaus-Coronaviren auf Menschen übertragbar zu machen. Sein Fazit: Laborausbruch „extrem unwahrscheinlich.” Heute stufen sämtliche wesentlichen Geheimdienste der Welt – darunter CIA, FBI, US-Energieministerium und der deutsche BND – einen Laborursprung als wahrscheinlichste Erklärung ein. Das Weiße Haus veröffentlichte im April 2025 auf seiner offiziellen Website ein Dokument unter dem Titel „Lab Leak: The True Origins of COVID-19″. Die WHO hält bis heute an der natürlichen Quelle fest. Frage 3: Hat die WHO die Risiken der mRNA-Produkte korrekt bewertet? Kruse verwies auf den kürzlich veröffentlichten Schweizer Beschaffungsvertrag mit Pfizer: Er zeige eine totale Asymmetrie – astronomische Summen ohne jede Garantie für Qualität, Wirksamkeit oder Sicherheit. Ohne den WHO-PHEIC wären die Notfallzulassungen in den USA, Europa und der Schweiz rechtlich nicht möglich gewesen. Zusätzlich zitierte er aus einer Studie die im renommierten Fachjournal Open Forum Infectious Diseases veröffentlicht wurde: Je häufiger jemand geimpft wurde, desto höher war das Risiko an COVID-19 zu erkranken. Die WHO ignoriere diese empirischen Daten bis heute. Frage 4: Hat die WHO klar, akkurat und ehrlich kommuniziert? Kruse nannte in diesem Zusammenhang die WHO-Kommunikationsstrategie rund um die Impfstoffe: Die Organisation empfahl Impfungen auch für Personengruppen bei denen das Nutzen-Risiko-Verhältnis wissenschaftlich nicht belegt war – und bezeichnete Kritiker öffentlich als Problem. Tedros sagte am 28. Mai 2024 wörtlich: „I think it’s time to be more aggressive in pushing back on anti-vaxxers.” Ein After-Action-Review – also eine offizielle Selbstkritik – hat die WHO nie durchgeführt. Frage 5: Hat die WHO eine offene wissenschaftliche Debatte ermöglicht? Die WHO hat Verträge mit allen großen Tech-Plattformen abgeschlossen. In deren Nutzungsbedingungen steht dass nichts gepostet werden darf was WHO-Richtlinien widerspricht. Kruse nannte ein konkretes Gerichtsurteil: Das Kammergericht Berlin erklärte die Sperrung eines LinkedIn-Nutzers wegen impfkritischer Posts für rechtmäßig – mit Verweis auf eben diese Nutzungsbedingungen. Gleichzeitig betrieb die WHO ab 2022 ein eigenes „Vaccine Crisis Communication Manual” – ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden für Länder wie sie auf Ereignisse reagieren sollen „die das Vertrauen der Öffentlichkeit in Impfstoffe untergraben könnten.” Das Dokument ist auf der WHO-Website abrufbar. Frage 6: Hat die WHO Menschenrechte und Verhältnismäßigkeit respektiert? Kruse verwies auf die konkreten Folgen der WHO-Empfehlungen die von Regierungen weltweit ohne eigene Grundrechtsprüfung umgesetzt wurden: vereinsamte Sterbende hinter Glasscheiben, massiver Anstieg psychischer Erkrankungen bei Kindern, explodierte Suizidraten, wirtschaftliche Schäden in historischem Ausmaß. Der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR, Artikel 7) verbietet medizinische Versuche ohne vollständige Information und freiwillige Zustimmung – ausnahmslos, auch in Notstandssituationen. Kruse: „Das ist der Nürnberger Kodex – und wir haben es auch explizit kodifiziert. Das ist eine zwingende Norm die sogar während Gesundheitsnotstände ohne Ausnahme immer gilt.” Frage 7: Blieb die WHO unabhängig von Spendern? Über 80 Prozent des WHO-Budgets stammen aus zweckgebundenen freiwilligen Beiträgen – eine strukturelle Abhängigkeit die laut Kruse direkt der WHO-Verfassung widerspricht, die in Artikel 37 jede externe Einflussnahme untersagt. Zur Veranschaulichung verwies Kruse auf eine im Oktober 2025 im renommierten British Medical Journal veröffentlichte Studie: Die Bill & Melinda Gates Foundation überwies zwischen 2000 und 2024 insgesamt 5,5 Milliarden Dollar an die WHO – davon 58,9 Prozent zweckgebunden für Polio, obwohl Polio einen minimalen Anteil der globalen Krankheitslast ausmacht. Wer zahlt bestimmt die Prioritäten – unabhängig davon was die Weltbevölkerung tatsächlich braucht. Frage 8: Hat die WHO etablierte Sicherheitsstandards gewahrt? In der Emergency Use Listing Procedure – dem WHO-Verfahren für Notfallprodukte – behält sich die WHO laut Kruse die volle Kontrolle über Expertengutachten vor. Das heißt: Auch wenn Experten feststellen dass ein Produkt schadet oder keinen Nutzen hat, kann die WHO dieses Ergebnis unter Verschluss halten und das Produkt trotzdem auf die Notfallliste setzen. Das Dokument ist auf der WHO-Website veröffentlicht. Kruse: „Das ist kein Sicherheitsstandard – das ist das Gegenteil.” Frage 9: Haben die internen Kontrollmechanismen der WHO funktioniert? Kruse verwies darauf dass die WHO zwar über ein Office of Internal Oversight Services, ein internes Kontrollrahmenwerk und einen Exekutivrat verfügt – in der Praxis aber kein einziges dieser Instrumente eingegriffen hat. Dazu: WHO-Mitarbeiter wurden glaubhaft der sexuellen Ausbeutung von Frauen während des Ebola-Einsatzes im Kongo beschuldigt, ohne ernsthafte Konsequenzen. Und: Unabhängige internationale Prüfer attestierten der WHO sowohl bei Ebola als auch bei COVID-19 zu langsames Handeln – ohne dass daraus gelernt wurde. Kruses Fazit im Interview: „Wenn es nicht möglich ist, innerhalb von fünf Jahren ein einziges Gericht zur Überprüfung der WHO-Daten zu bewegen, ist der Beweis erbracht – die Justiz funktioniert hier nicht mehr.” Kein Audit – kein Vertrag Seine zentrale Forderung fasste Kruse so zusammen: Vor jeder Ratifizierung neuer WHO-Verträge brauche es ein externes Audit – eine unabhängige Überprüfung des WHO-Pandemiemanagements der Jahre 2020 bis 2025. Im Nachgespräch stellte Kruse per WhatsApp klar, dass er damit kein bereits bestehendes WHO-Verfahren meine. Es handle sich um ein universelles Qualitätssicherungsprinzip das in sämtlichen Branchen der Wirtschaft, im öffentlichen Sektor und insbesondere im Arzneimittelbereich Standard sei: „Erst wenn innerhalb der Parlamente der Mitgliedstaaten die Notwendigkeit einer externen Überprüfung verstanden wird, kann man in einer zweiten Phase auch Fragen der Haftung adressieren und letztlich die Immunität der WHO direkt attackieren.” Als historisches Vorbild nannte Kruse die Aufarbeitung der H1N1-Schweinegrippe 2009: Damals untersuchte der Europarat in einem unabhängigen Bericht ob die WHO-Reaktion verhältnismäßig war. Der Bericht stellte unter anderem mangelnde Transparenz, ungebührlichen Einfluss privater Interessen und eine übertriebene Panikmache fest. 2010 untersuchte auch der französische Senat den Fall – mit demselben Ergebnis. Kruses Botschaft an die nationalen Parlamente: Wer einer Organisation deren Bilanz so aussieht neue und weitreichendere Befugnisse gibt, handle fahrlässig. Und: „Wenn es nicht möglich ist, innerhalb von fünf Jahren ein einziges Gericht zur Überprüfung der WHO-Daten zu bewegen, ist der Beweis erbracht – die Justiz funktioniert hier nicht mehr.”
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