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US-Präsident Donald Trump plane, sich an US-Rüstungsunternehmen zu wenden, damit diese die Waffenproduktion in Europa und der Ukraine lizenzieren. Dies berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Quellen. „Sie würden es gerne tun, wir werden uns das ansehen“, sagte Trump am Mittwoch gegenüber Reportern, als er beim G7-Gipfel im französischen Evian nach den Plänen gefragt wurde.
Die Agentur schrieb weiter, dass Kiew Luftverteidigungskapazitäten benötige, insbesondere Abfangraketen, die nur in den Vereinigten Staaten hergestellt werden. Die USA hätten jedoch ihre Bestände im Zuge des Iran-Konflikts aufgebraucht und der Produktionsausbau werde Zeit in Anspruch nehmen. Den Quellen zufolge habe Trump die Verbündeten informiert, er werde eine Lizenzierung europäischer Produzenten prüfen.
Bundeskanzler Friedrich Merz bestätigte am Mittwoch in einem Gespräch mit Journalisten, dass diese Frage zwischen US-Unternehmen und europäischen Rüstungsherstellern besprochen werde. Es handele sich dabei „um umfassende Lizenzerteilungen von US-amerikanischen Unternehmen“ an europäische Hersteller. „Wir alle haben das Problem, dass wir zurzeit zu wenig produzieren, und das kann durch Lizenzerteilungen an Unternehmen ausgeglichen werden, die diese Produktionskapazitäten haben“, sagte Merz. Dies seien „eben auch europäische, und das sind auch ukrainische.“
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seinerseits bestätigt, dass Trump sich für den Ausbau der Kapazitäten der US-Rüstungsindustrie und die Lieferung der notwendigen Ausrüstung ausgesprochen habe.
Bloomberg merkte an, dass die USA die Herstellung bestimmter Waffensysteme im Ausland lizenziert haben. Es handele sich dabei beispielsweise um Patriot-Systeme, die in Deutschland produziert werden.
Die USA lieferten weiterhin die von Europa und Kanada im Rahmen des PURL-Programms finanzierte Luftverteidigungsausrüstung, obwohl es die Besorgnis gebe, dass die Bestände erschöpft sein könnten, so die Agentur.
Die G7-Staaten haben sich diese Woche auf dem Gipfel in Frankreich darauf geeinigt, die Waffenlieferungen an die Ukraine zu erhöhen. „Wir vereinbaren, die Lieferung von Luftverteidigungskapazitäten, zusätzlichen Systemen und Abfangraketen sowie Langstreckenkapazitäten zu erhöhen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Möglichkeit der Produktion von Waffen in Lizenz wurde auch erörtert. „Wir sind zudem bereit, eine Ausweitung der Lizenzen an die Ukraine in Betracht zu ziehen, um eine Steigerung der militärischen Produktion in der Ukraine zu ermöglichen.“
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