Börse: Chinas Erfolge setzen westliche Halbleiterbranche unter Druck

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Chinas wachsende Fähigkeiten in der Chipindustrie haben einen Ausverkauf bei Halbleiter- und KI-Aktien ausgelöst. Die Kurse großer asiatischer Chipkonzerne wie Samsung Electronics und SK Hynix aus Südkorea sowie UMC und MediaTek aus Taiwan gaben um rund zehn Prozent nach und erreichten mehrfach die maximal zulässige Tagesverlustgrenze. Das berichtet die FAZ am Dienstag.

Auch westliche Unternehmen gerieten unter Druck: Die Aktie des US-Chipdesigners Nvidia verlor am Montag in den USA knapp fünf Prozent. Der niederländische Hersteller von Chipproduktionsanlagen ASML büßte fast neun Prozent ein.

Der südkoreanische Leitindex KOSPI fiel zeitweise so stark, dass der Handel ausgesetzt wurde. Am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit lag der Index rund zehn Prozent im Minus. In Taiwan gab der Leitindex etwa vier Prozent nach, während der japanische Nikkei 225 knapp fünf Prozent verlor.

Als Hauptgrund für den Ausverkauf gelten Chinas wachsende Fähigkeiten in der Halbleiterproduktion. Chinesische Hersteller entwickeln sich zunehmend zu ernsthaften Konkurrenten etablierter Konzerne und bedrohen damit die hohen Gewinnmargen der bislang erfolgsverwöhnten Branche.

Am Montag feierte der chinesische Chiphersteller CXMT in Shanghai den größten Börsengang Asiens in diesem Jahr und stieg auf Anhieb zum wertvollsten Unternehmen auf dem chinesischen Festland auf. Die Aktie stieg zeitweise auf das Sechsfache ihres Ausgabepreises, die Marktkapitalisierung kletterte auf mehr als 400 Milliarden Euro.

CXMT ist auf Speicherchips spezialisiert, die wegen des KI-Booms besonders gefragt sind. Der daraus entstandene Engpass hat die Preise steigen lassen und die Aktienkurse vieler Chipproduzenten zuletzt stark beflügelt.

China arbeitet zudem an einer eigenen Maschine für die Halbleiterproduktion auf Basis der DUV-Technologie (Lithografiemaschinen). Damit würde China in einen Bereich vordringen, der bislang vom niederländischen Konzern ASML dominiert wird. Die ASML-Aktie verlor am Montagnachmittag plötzlich mehr als fünf Prozent und fiel damit auf ein neues Monatstief.

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