Schock in Großbritannien: Ex-Ministerin Widdecombe in ihrem Haus ermordet

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Die ehemalige britische Politikerin Ann Widdecombe ist tot. Die 78-Jährige wurde am Donnerstag in ihrem Haus in Haytor Vale auf dem Dartmoor in der Grafschaft Devon tot aufgefunden. Ihr Leichnam wies schwere Verletzungen auf. Die Devon and Cornwall Police leitete unmittelbar eine Mordermittlung ein. Am Freitagabend teilte die Polizei mit, dass ein 26-jähriger Mann festgenommen wurde. Er steht unter dem Verdacht, die Politikerin ermordet zu haben.

Der Festgenommene ist laut Polizei ein weißer britischer Staatsbürger. Er befindet sich in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen weitergeführt werden. 

Ann Widdecombe gehörte über Jahrzehnte zu den bekanntesten und polarisierendsten Figuren der britischen Politik. Von 1987 bis 2010 war sie Abgeordnete der Konservativen Partei für Maidstone. Unter Premierminister John Major bekleidete sie mehrere Ministerämter, darunter das des Gefängnisministers. Später wurde sie eine der prominentesten Unterstützerinnen des Brexit. Im Jahr 2019 trat sie der Brexit Party bei, die später in der Reform UK aufging, und war bis zuletzt als Sprecherin für Einwanderung und Justiz tätig.

Neben der Politik war Widdecombe auch durch Auftritte im Fernsehen bekannt, unter anderem als Teilnehmerin bei der Tanzshow Strictly Come Dancing. Sie galt als kompromisslose Vertreterin konservativer und christlicher Werte und engagierte sich stark in der Lebensrechtsbewegung.

Am Donnerstagvormittag wurde der Rettungsdienst zu ihrem Haus in Haytor Vale gerufen. Die Sanitäter fanden Widdecombe tot vor. Die Polizei bestätigte später, dass der Tod unter verdächtigen Umständen eingetreten war. Wegen der schweren Verletzungen wurde sofort eine Mordkommission eingesetzt.

Die Ermittler suchten zunächst nach einem weißen Mann. Mit der Festnahme des 26-Jährigen am Freitagabend hat die Polizei nun eine konkrete Person unter Verdacht. Weitere Angaben zu möglichen Motiven oder dem genauen Tathergang machte die Polizei bislang nicht. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß es.

Der Tod von Ann Widdecombe hat in Großbritannien über die politischen Lager hinweg Bestürzung ausgelöst. Premierminister Keir Starmer sprach der Familie sein Beileid aus und bot der Polizei volle Unterstützung an. Auch aus den Reihen der Konservativen Partei und von Reform UK kamen kondolierende und würdigende Stimmen. Viele hoben ihre lange politische Karriere und ihre kompromisslose Art hervor.

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