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Nach 72 Jahren steht die Schweizer Nationalmannschaft wieder in einem WM-Viertelfinale. Im dramatischen Achtelfinale gegen Kolumbien siegt die Nati nach torloser Verlängerung mit 4:3 im Elfmeterschießen. Gregor Kobel hält entscheidend, Rubén Vargas verwandelt den entscheidenden Strafstoß. Das ganze Land feiert – und überdies zeichnet sich dazu noch ein zweiter, gänzlich unerwarteter Erfolg ab: Murat Yakin wird zum Internet-Phänomen.
Swiss coach looks like a cocaine dealer from the 70s pic.twitter.com/6qQZ63ZuGE
— Joseph 🕊️ (@CaudilloXIV) July 7, 2026
Während die Spieler auf dem Platz jubeln, explodiert im Netz etwas ganz anderes. Tausende, später Hunderttausende User weltweit feiern nicht nur das sportliche Ergebnis. Sie feiern den Trainer.
„Schönster Coach ever“, „Muri national“, „Take me to Switzerland“ – die Kommentare überschlagen sich. Besonders Frauen aus Lateinamerika, aber auch aus Europa und den USA entdecken den 51-Jährigen plötzlich als Stilikone.
Der Grund liegt auf der Hand: Yakins markantes Erscheinungsbild. Der graumelierte, perfekt gestylte Haarschopf, die markante Retro-Brille, die scharfen Anzüge und dieser intensive, fast schon filmreife Blick. Auf den wenigen Bildern und Videos, die von ihm während der Spiele existieren, wirkt er wie aus einem anderen Jahrzehnt entsprungen – und genau das macht ihn unverwechselbar.
Doch der Hype lebt nicht nur vom Äußeren. Viele Fans loben auch seine Art: die emotionale Präsenz an der Seitenlinie, die Leidenschaft, mit der er mitfiebert, und die Bodenständigkeit. Dass er im Training selbst noch den Ball technisch versiert vorzeigt und Standards selbst schießt, wird als besonders cool empfunden. „Er bleibt am Ball“ – wörtlich und im übertragenen Sinn.
Zwischen all den Trainern, die sich zunehmend über Taktiktafeln und Statistiken definieren, wirkt Yakin wie eine Ausnahmeerscheinung – mit Ausstrahlung, Stil und einer eigenen Handschrift.
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