Trump: USA haben Ölreserven durch Abkommen mit Venezuela verdoppelt

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US-Präsident Donald Trump behauptet, die Ölreserven des Landes mehr als verdoppelt zu haben, nachdem seine Administration ein Abkommen mit der Interimsregierung von Venezuela geschlossen hat. Dadurch sicherte sich Washington den Zugang zu über 65 Milliarden Barrel venezolanischen Öls.

Am 28. August kündigte Trump in seinem sozialen Netzwerk Truth Social an, dass US-Außenminister Marco Rubio und Kriegsminister Pete Hegseth eine Vereinbarung mit der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodríguez und privaten Unternehmen geschlossen hätten. Dadurch sei eine US-Mehrheitskontrolle über Venezuelas Ölreserven „ohne Kosten für amerikanische Steuerzahler“ erreicht worden. Trump behauptete:

„Die Vereinigten Staaten von Amerika haben soeben ein Abkommen mit dem Land Venezuela zum größten Öldeal der Weltgeschichte geschlossen!“

Der US-Staatschef betonte, dass damit die Ölreserven der USA mehr als verdoppelt wurden. Nach Angaben der US Energy Information Administration (EIA), der US-Behörde zur Energiestatistik, belaufen sich die Ölreserven der USA auf rund 46 Milliarden Barrel. Die formell indirekte Kontrolle über Venezuelas 65 Milliarden Barrel Rohöl würde Washingtons Reserven damit auf mehr als 111 Milliarden Barrel erhöhen.

Rubio lobte das Abkommen als „riesigen Sieg“, der Venezuela knapp 100 Milliarden US-Dollar an privaten Investitionen und Tausende Arbeitsplätze sichern und in den USA für eine Senkung der Spritpreise sorgen solle.

Rodriguez bestätigte das Abkommen später und fügte hinzu, dass davon 17 strategische Ölfelder betroffen seien. Die Förderung solle unter Teilnahme privater Firmen erfolgen, auch wenn die konkreten Eigentumsverhältnisse unklar bleiben. Laut früheren Angaben habe Washington jahrhundertelange Förderrechte verlangt.

Das Abkommen zog scharfe Kritik auf sich, auch von Personen, die in Opposition zur ehemaligen venezolanischen Regierung standen. Ricardo Hausmann, der zwischen 1992 und 1993 das Amt des Planungsministers Venezuelas bekleidete, bezeichnete die Vereinbarung als verfassungswidrig. Insbesondere kritisierte er, dass Rodriguez eine illegitime Interimsregierung anführe und damit kein Recht habe, die Kontrolle über die Ölreserven des Landes abzutreten. Elias Jaua, Vizepräsident unter Hugo Chávez, erklärte indessen, dass Washington Venezuela der Souveränität und der Kontrolle über eigene Rohstoffe beraube.

Zuvor hatten die USA am 3. Januar Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro im Rahmen eines völkerrechtswidrigen Militäreinsatzes entführt. Darauf behauptete Trump, dass Washington Venezuela „regieren“ werde. Kurze Zeit später stellte er die venezolanischen Öleinnahmen unter US-Kontrolle.

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