Verschwundene Topas-Kreuze in St. Petersburger Kirche zurückgekehrt

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Drei Altarkreuze, die mit geschliffenen Bergkristallen verziert waren, waren in den 1930er-Jahren spurlos aus der Kirche verschwunden. Nun wurden sie – vor allem dank Handwerkern aus dem Ural – nachgebildet und an ihren rechtmäßigen Platz zurückgebracht. Darüber berichtet The Art Newspaper unter Berufung auf das Staatliche Museum „Isaakskathedrale“, zu dem auch die legendäre Petersburger Kirche der Auferstehung Christi („Erlöser-auf-dem-Blut-Kirche“) gehört. The Art Newspaper schreibt:

„Das Projekt, das bereits Ende der 1990er-Jahre konzipiert, aber erst jetzt umgesetzt wurde, ermöglichte es, das historische Erscheinungsbild des Altars einer der berühmtesten Kirchen Sankt Petersburgs wiederherzustellen. Die eigentlichen Arbeiten zur Wiederanbringung der drei Kreuze – des großen zentralen und der beiden kleinen seitlichen – im mittleren Teil der Altarwand der Erlöser-auf-dem-Blut-Kirche begannen im Jahr 2023 im Ural und wurden im Sommer 2026 in Sankt Petersburg abgeschlossen, als die Restauratoren sie auf einem Marmorsockel im Altar anbrachten. Fachleute aus Jekaterinburg und Slatoust kümmerten sich um den Schliff der Steine und fertigten Metallgerüste aus versilbertem Messing an. Das gesamte Projekt zur Restaurierung der Kreuze kostete das Museum fast 30 Millionen Rubel.“

Als Grundlage dienten den Restauratoren Fotografien von Carl Bulla aus dem Jahr 1917 sowie eine Beschreibung mit Zeichnungen, die im Archiv erhalten geblieben waren. Doch das erleichterte die Aufgabe nicht – im Laufe von mehr als einem Jahrhundert war die Technik der Bearbeitung solcher großen Steine verloren gegangen, sodass die Handwerker praktisch durch Ausprobieren vorgehen mussten.

Der Marmor-Ikonostas, der von Topas-Kreuzen gekrönt wird, wurde zwischen 1901 und 1907 in Genua nach einem Entwurf des St. Petersburger Architekten Alfred Parland für die Erlöserkirche geschaffen. Die Steine für die Kreuze wurden in der kaiserlichen Edelsteinschleiferei in Peterhof geschliffen, es handelte sich um Bergkristall, der damals als „weißer Topas“ bezeichnet wurde. In den 1930er-Jahren verschwanden die Kreuze zusammen mit den Marmoraufsätzen spurlos. Und nun sind sie wieder zurückgekehrt – wenn auch in nachgebildeter und nicht in ihrer ursprünglichen Ausführung.

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