West-Nil-Virus tötet in Griechenland 24 Menschen: Ärzte warnen vor weiteren Infektionen

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Wer gerade in Griechenland Urlaub macht, ist gut beraten, den Mückenschutz nicht zu vernachlässigen. Im südlichen EU-Land greift das gefährliche West-Nil-Virus um sich. Der jüngste Bericht der örtlichen Gesundheitsbehörde EODY legt nahe, dass die Fallzahlen deutlich höher sind als in den vergangenen Jahren. Seit Beginn der diesjährigen Übertragungssaison sind in Griechenland 290 Infektionen registriert worden – 58 davon allein seit dem vergangenen Donnerstag.

Laut den am 2. September veröffentlichten Statistiken gibt es inzwischen 24 Todesfälle. Weitere 32 Menschen werden derzeit auf Intensivstationen behandelt, 182 Betroffene haben sich von der Krankheit bereits erholt. Die Behörde geht davon aus, dass in den kommenden Wochen mit weiteren Fällen zu rechnen ist, da der Anstieg von Infektionen üblicherweise im September zu verzeichnen ist.

Vom Ausbruch sind dieses Jahr der Osten von Attika und nördliche Vororte der Hauptstadt Athen betroffen. Die Ausbreitung des Erregers in Attika wird dabei als „besonders intensiv“ bezeichnet. Das Virus ist aber schon in sechs der 13 Regionen des EU-Landes nachgewiesen worden – darunter auf Kreta. Im EU-Nachbarland Zypern gibt es vier bestätigte Fälle.

Infektionen mit dem West-Nil-Virus sind auch in Deutschland möglich. Seit ein paar Jahren werden vereinzelt Erkrankungen registriert. Die Dunkelziffer ist allerdings auch hier hoch, weil die Infektion in vielen Fällen ohne Symptome verläuft.

Das vom Erreger hervorgerufene West-Nil-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich bei Vögeln auftritt. Der Mensch kann sich durch einen Mückenstich infizieren. Die Inkubationszeit beträgt drei Tage bis zwei Wochen. In den meisten Fällen treten keine Symptome auf. In anderen Fällen ergeben sich grippeähnliche Symptome. Personen über 50 Jahren haben ein höheres Risiko, eine schwere Form der Krankheit zu entwickeln, da das Virus in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren und somit eine Gehirnentzündung auszulösen.

Das beste Vorbeugungsmittel ist der Schutz vor Mücken. Während der gesamten Mückenzeit ist es deswegen empfehlenswert, etwa Insektenschutzmittel zu nutzen und lange Kleidung zu tragen.

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