Bill Gates’ Tochter besuchte geheimen Stanford-Kurs: „Wie man die Welt regiert“

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Es klingt fast zu passend: Phoebe Gates, Tochter des Milliardärs Bill Gates, gehörte an der Stanford University zu einer handverlesenen Gruppe, die einen geheimnisvollen Kurs namens „So You Think You Can Rule the World?“ besuchte.

Wie die New York Post berichtet, wurde der inoffizielle zehnwöchige Kurs nicht öffentlich ausgeschrieben, hatte keinen Einschreibungscode und nahm jeweils nur zwölf Studenten auf. Zugang gab es nur über die Empfehlung eines ehemaligen Teilnehmers und ein Auswahlverfahren.

Und der Inhalt hatte es in sich: Ein ehemaliger Teilnehmer erklärte, man habe gelernt, Macht- und Bürokratiestrukturen gewissermaßen zu „hacken“, um innerhalb eines Systems zu bekommen, was man wolle. Ein anderer beschrieb die Philosophie des Kursleiters als opportunistisch: Es gehe darum, Schwachstellen und Schlupflöcher zu erkennen; ethische Fragen hätten dabei offenbar eine geringere Rolle gespielt.

Dass ausgerechnet die Tochter von Bill Gates dort landete, wirft zumindest Fragen auf. Kam Phoebe Gates selbst auf die Idee, diesen außergewöhnlichen Kurs zu besuchen – oder spielte ihr Vater dabei eine Rolle? Dafür gibt es keinerlei Beweis, und die New York Post behauptet das auch nicht. Bekannt ist allerdings, dass Bill Gates seine Tochter bei ihrem späteren Unternehmen Phia durchaus beriet. Phoebe Gates sagte der Zeitung selbst, ihr Vater unterstütze sie unter anderem bei Fragen zu Technik und Personal.

Brisant wird die Geschichte durch das, was danach geschah. Phoebe Gates gründete das Shopping-Startup Phia, das inzwischen wegen sogenanntem „Cookie Stuffing“ in die Kritik geraten ist. Der Vorwurf: Die Browser-Erweiterung habe Cookies gesetzt und dadurch Provisionen für Einkäufe beansprucht, die sie möglicherweise gar nicht vermittelt hatte. Interne Nachrichten sollen laut New York Post darauf hindeuten, dass Gates und ihre Mitgründerin von entsprechenden Mechanismen wussten.

Eine direkte Verbindung zwischen dem Stanford-Kurs und den umstrittenen Geschäftspraktiken gibt es ausdrücklich nicht. Doch die Parallele ist bemerkenswert: Erst besucht die Tochter eines der einflussreichsten Milliardäre der Welt einen exklusiven Kurs, in dem zukünftige Eliten lernen, Machtstrukturen, Schwachstellen und Schlupflöcher zu verstehen – später gerät ihr eigenes Unternehmen wegen des Vorwurfs in die Schlagzeilen, ein digitales System zu seinem finanziellen Vorteil ausgenutzt zu haben.

Und das Netzwerk aus dem Kurs blieb für Gates offenbar nicht bloß eine Erinnerung aus Studienzeiten: Laut New York Post nutzte sie Kontakte daraus später auch zur Rekrutierung für Phia.

Man sollte daraus keine unbelegten Behauptungen über Bill Gates konstruieren. Aber man darf fragen, welches Denken in solchen exklusiven Zirkeln einer Eliteuniversität vermittelt wird – und warum ausgerechnet junge Menschen mit bereits enormem familiärem Einfluss lernen sollen, wie man bestehende Machtstrukturen „hackt“.

Der Name des Kurses könnte kaum symbolträchtiger sein:

„So You Think You Can Rule the World?“

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Bemerkenswert dazu ist:

Bill Gates’ Sommerbücher 2015: Wie man mit Statistiken lügt! Hier und hier.

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