Moderna verabreicht erstmals den experimentellen Krebsimpfstoff „mRNA-4200“, der den Körper zur Produktion von sieben nicht offengelegten Tumorproteinen anregen soll

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Von Jon Fleetwood

Offene Fragen zur langfristigen Expression, zur Übertragung von Impfstoffkomponenten auf andere Personen über Exosomen und extrazelluläre Vesikel sowie dazu, was den Teilnehmern vor der Teilnahme mitgeteilt wird.

Am Donnerstag gab Moderna bekannt, dass es dem ersten Teilnehmer einer klinischen Phase-1-Studie mit mRNA-4200 (NCT06880549) eine Injektion verabreicht hat. Dabei handelt es sich um ein experimentelles mRNA-Produkt, das den Körper nach der Verabreichung dazu veranlasst, sieben nicht näher bezeichnete Tumorproteine zu produzieren.

Mit anderen Worten: Das Produkt führt dem Körper nicht lediglich Tumorproteine zu – es nutzt den Körper selbst, um diese herzustellen.

Absichtlich.

Die Studie wirft offensichtliche Fragen zur Sicherheit und zur Einwilligung nach Aufklärung auf: Wie lange produziert der Körper die angeblich kodierten Tumorproteine, welche langfristigen biologischen Auswirkungen könnten sie haben und ob das Produkt oder seine Stoffwechselprodukte vom ursprünglichen Empfänger über Exosomen oder extrazelluläre Vesikel in ausgeschiedenen Körperflüssigkeiten auf andere übertragen werden könnten.

Eine Studie aus dem Jahr 2021 im Journal of Extracellular Vesicles ergab, dass Zellen, die ein Zielprotein exprimieren, extrazelluläre Vesikel freisetzen können, die dieses Protein „transportieren“, was zeigt, dass das, was im Körper produziert wird, in membranumschlossenen Partikeln aus der Zelle nach außen transportiert werden kann.

Ein separater Übersichtsartikel aus dem Jahr 2023 in Pharmaceutics erklärt, dass Exosomen natürliche Transportvesikel sind, die Proteine und Nukleinsäuren durch den Körper transportieren und in Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel und anderen Sekreten vorkommen – was bedeutet, dass sie nicht auf die ursprüngliche Zelle oder gar den ursprünglichen Ort im Körper beschränkt sind.

Sie können Moderna hier und die FDA hier kontaktieren.

Das Unternehmen gibt an, das Produkt bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren zu untersuchen, darunter Melanom, nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterschleimhautkrebs, Blasenkrebs und Darmkrebs.

Die Teilnehmer erhalten die Injektionen entweder allein oder in Kombination mit Pembrolizumab, einem monoklonalen Antikörper, der unter dem Namen Keytruda vermarktet wird.

Im Gegensatz zu Modernas „personalisierten“ Krebsimpfstoffprogrammen, die angeblich auf die Tumoreigenschaften des einzelnen Patienten zugeschnitten sind, wird mRNA-4200 als „Standardprodukt“ beschrieben, das für den Einsatz bei verschiedenen Krebsarten vorgesehen ist.

Laut den öffentlichen Erklärungen von Moderna wirkt das Produkt, indem es nach der Injektion mRNA-Anweisungen liefert, die zur Produktion von sieben gemeinsamen Tumorproteinen im Körper führen.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Moderna, Inc. (NASDAQ:MRNA) gab heute bekannt, dass dem ersten US-amerikanischen Teilnehmer an seiner Phase-1-Studie zur Bewertung von mRNA-4200, einem auf Tumore ausgerichteten Kandidaten für eine Krebsantigen-Therapie, bei Patienten mit fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren die erste Dosis verabreicht wurde. mRNA-4200 kodiert für sieben Antigene, die bei Patienten und Tumorarten häufig gemeinsam vorkommen, und soll dazu beitragen, T-Zell-Reaktionen gegen ausgewählte Tumorziele zu induzieren und zu verstärken.“

Moderna hat die Identität dieser Proteine jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Daher sind wir derzeit nicht in der Lage, unabhängig zu beurteilen, welche Proteine hergestellt werden, ob es sich um vollständige Proteine oder Fragmente handelt, ob sie an anderen Stellen im Körper vorkommen oder welche biologischen Auswirkungen mit ihrer Expression einhergehen könnten.

An der Studie sollen voraussichtlich etwa 42 Teilnehmer teilnehmen; sie wird an Standorten in Michigan, Texas und Utah durchgeführt.

Andere Krebsmedikamente von Moderna haben kodierte Immunsignalproteine wie OX40L, IL-23 und IL-36γ und wurden ebenfalls mit monoklonalen Antikörpern kombiniert, die auf Immun-Checkpoint-Signalwege abzielen.

Fazit

Ein experimentelles Produkt, das den Körper dazu veranlasst, Tumorproteine in sich selbst herzustellen, ist nun in die Phase der Tests am Menschen übergegangen.

Keine Proteine, die aus einer Ampulle verabreicht werden.

Keine Proteine, die in einem Labor hergestellt werden.

Proteine, die im Körper des Empfängers selbst hergestellt werden.

Absichtlich.

Moderna gibt an, dass es sieben davon gibt.

Das Unternehmen hat nicht öffentlich bekannt gegeben, um welche es sich handelt.

Das wirft Fragen auf, die eigentlich selbstverständlich sein sollten.

  • Was passiert, wenn der Körper angewiesen wird, über einen längeren Zeitraum hinweg Tumorproteine zu produzieren?
  • Wie lange werden sie produziert?
  • Wo werden sie produziert?
  • Was passiert, wenn diese Proteine in Geweben außerhalb ihrer beabsichtigten Zielorte exprimiert werden?
  • Und wenn im Körper produzierte Proteine und Nukleinsäuren über extrazelluläre Vesikel und Exosomen, die in allen Körperflüssigkeiten vorkommen, transportiert werden können – wie sieht dann die Einwilligung nach Aufklärung für die Menschen aus, die die Injektionen erhalten – und für alle in ihrer Umgebung?

Das sind keine nebensächlichen Fragen.

Es sind die ersten Fragen, die beantwortet werden sollten, bevor Menschen zu Produktionsstätten für nicht offengelegte Tumorproteine gemacht werden.

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