NATO-Vasallen kaufen sich Trumps „Einigkeit“ mit einer Bestechungssumme von 160 Milliarden Dollar

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Von Finian Cunningham

Man kann sich nur vorstellen, wie unterwürfig und erbärmlich es aussah, als sich die europäischen Politiker anstellten, um Trump den Ring zu küssen.

Was für eine Wende. Der NATO-Gipfel in dieser Woche steuerte auf einen gewaltigen Absturz zu, seine Staats- und Regierungschefs bereiteten sich auf den Aufprall vor, und dann, plötzlich, im letzten Moment, konnte das Bündnis den Sturzflug abwenden, und alle lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Was ist passiert? US-Präsident Donald Trump kam wütend nach Ankara, um den Europäern ordentlich die Leviten zu lesen. Dann schlug die Stimmung um wie bei jemandem, der gerade seinen Kick bekommen hat. Er ließ sich mit einer Zusage über 160 Milliarden Dollar von den europäischen und kanadischen NATO-Vasallen abkaufen. Geld regiert die Welt für diesen amerikanischen Präsidenten, dessen Regierung ein Synonym für Korruption und Betrug ist.

In der Abschlusserklärung des Ankara-Gipfels heißt es, dass die europäischen und kanadischen Mitglieder in den Jahren 2026 und 2027 80 Milliarden Dollar an Militärhilfe für die Ukraine bereitstellen sollen. Das ergibt insgesamt 160 Milliarden Dollar.

Unter Trump haben die Vereinigten Staaten offenbar aufgehört, Geld an die Ukraine zu schicken. Die NATO-Vereinbarung funktioniert so, dass die Europäer amerikanische Waffen und Ausrüstung für die Ukraine kaufen. Die jüngste Zusage bedeutet, dass die 31 NATO-Mitglieder dem US-Militär-Industrie-Komplex eine massive Subvention zukommen lassen.

Und das ist noch längst nicht alles. Mark Rutte, der NATO-Generalsekretär und absolute Trump-Lakai, schwärmte davon, dass Europa und Kanada im nächsten Jahr zusätzliche 300 Mrd. Dollar für das Militär ausgeben würden. Ein Großteil dieses Geldes wird für den Kauf von in den USA hergestellten F-35-Kampfflugzeugen und Patriot-Luftabwehrraketensystemen ausgegeben werden. Mit anderen Worten: eine weitere riesige Subvention für amerikanische Konzerne.

Dieses Prahlen mit Geld erklärt die schwindelerregende Kehrtwende in Trumps Verhalten während des zweitägigen Gipfels. Zu Beginn der Konferenz in Ankara hatte Trump das NATO-Bündnis noch als „nutzlos und lächerlich“ beschimpft. Er haderte darüber, dass es sich um eine Einbahnstraße aus amerikanischen Militärausgaben und „Schutz“ für europäische „Verschwender“ handele.

Die NATO-Mitglieder rechneten mit einem katastrophalen Schauspiel der Uneinigkeit. Doch plötzlich, am zweiten Tag, zogen sich Trump und die 31 anderen NATO-Staats- und Regierungschefs zu einer Sitzung hinter verschlossenen Türen zurück, von der die Medien ausgeschlossen waren.

Trump trat wieder hervor und lobte die „Einigkeit“ der NATO sowie „viel Liebe im Raum“. Er behauptete, alle Staats- und Regierungschefs hätten ihm ihre Zuneigung bekundet und ihn angefleht, ihr Anführer zu bleiben.

Man kann sich nur vorstellen, wie unterwürfig und erbärmlich die Szenen waren, als sich die europäischen Politiker anstellten, um Trumps Ring zu küssen. Schmeichelei und Ego-Streichelei sind eine Sache. Aber das Geld, das spricht, ist eine andere.

NATO-Chef Rutte hat Trump offenbar davon überzeugt, dass Europa eine lukrative Geldquelle für amerikanische Konzerne ist. Das ist eine Gelegenheit, aus der man Kapital schlagen muss, statt sich davon abzuwenden, wie es der mürrische Trump bei zahlreichen Gelegenheiten angedroht hatte – in der Annahme, dass die USA die ganze schwere Arbeit in der NATO leisteten. Ja, amerikanische Soldaten und Kampfflugzeuge übernehmen in der Regel die Kriegsführung, wie derzeit im Iran. Doch es entwickelt sich eine neue Rolle, in der die Europäer ihre Volkswirtschaften in den Dienst der amerikanischen Kriegsmaschinerie stellen.

Rutte hat darauf hingewiesen, dass die NATO-Mitglieder seit Trumps erstem Amtsantritt als Präsident im Jahr 2017 zusätzlich 1.000 Mrd. Dollar für das Militär ausgegeben haben. Allein im letzten Jahr haben sie 140 Mrd. Dollar aufgebracht. Die Europäer und Kanadier haben sich verpflichtet, die Militärausgaben bis 2035 von 2–3 Prozent des BIP auf 5 Prozent zu erhöhen. Dabei geht es um Billionen Dollar, die alle amerikanischen Konzernen zum Greifen nah sind.

Die Erleichterung, die die europäischen Staats- und Regierungschefs am Ende des NATO-Gipfels zum Ausdruck brachten, verrät, was geschehen ist und welchen Vasallenstatus sie einnehmen.

Bundeskanzler Friedrich Merz und andere waren begeistert, dass Trump sein Bekenntnis zum transatlantischen Bündnis bekräftigt hatte. „Die NATO ist stärker denn je“, erklärte Merz, der zudem ankündigte, dass Deutschland Tomahawk-Raketen aus den USA kaufen werde. Deutschland stellt doch seine eigenen, moderneren Marschflugkörper, den Taurus, her – warum kauft es also welche aus den USA? Natürlich ist dies Teil der europäischen Bemühungen, Trump zu bestechen.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs sind noch ausgeprägter russophob als Trump. Für sie bestand die tödliche Gefahr, dass der unberechenbare Amerikaner den NATO-Gipfel durch Spaltungen und Bitterkeit zum Scheitern bringen würde, was die Agenda des Stellvertreterkriegs in der Ukraine gegen Russland untergraben hätte. Trump hatte den Europäern vorgeworfen, seine Kriegsbemühungen gegen den Iran nicht zu unterstützen.

Da Russland auf dem Schlachtfeld bedeutende Fortschritte machte und Anfang dieser Woche, noch vor dem NATO-Gipfel, die wichtige ukrainische Festung Konstantinowka einnahm, herrschte tiefe Besorgnis, dass Trump die Europäer im Stich lassen würde.

Zur Verwunderung vieler Beobachter vollzog Trump in Ankara in letzter Minute eine Kehrtwende und bekräftigte die Einheit und das Bekenntnis zur NATO sowie die Unterstützung für die Ukraine „gegen die langfristige Bedrohung durch Russland“.

Der Schlüssel zum Verständnis dieses gigantischen Kurswechsels liegt darin, dass die europäischen und kanadischen Vasallen auf die Knie fielen und Trump anflehten, bei ihnen zu bleiben. Trumps Größenwahn konnte diesem Vergnügen nicht widerstehen. Und er bekam eine saftige Summe von 160 Mrd. Dollar mit nach Hause. Normalerweise werden die Prostituierten für ihre Dienste bezahlt. Im Falle Europas geht der Kunde mit dem Geld davon.

Natürlich werden die Euro-Spitzenpolitiker und ihr Zuhälter, Mark Rutte, persönlich keinen Schaden davontragen. Es sind die Generationen europäischer Bürger, die für den Gangbang der Amerikaner und der NATO ausgenutzt werden.

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