Professor Sucharit Bhakdi stellte auf der 20-Jahr-Feier von UK Column erstmals öffentlich eine Hypothese vor, nach der neurologische Beschwerden nach mRNA-Impfungen durch eine sich selbst unterhaltende Demyelinisierung entstehen sollen. Der pensionierte Mikrobiologe und frühere Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Universität Mainz wählte bewusst dieses Publikum für die Premiere. Er betonte, es handle sich um eine noch unbewiesene Arbeitshypothese, die auf wissenschaftlichen Überlegungen beruhe und die er zur Überprüfung einlade.
Was folgte, war keine übliche Impfkritik, sondern der Versuch, ein gemeinsames Muster hinter sehr unterschiedlichen Symptomen zu erklären: Verlust der Kontrolle über Bewegungen, Gedanken, Erinnerungen und Persönlichkeit.
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Neue Verbündete und zwei Bücher
Falsche Freunde seien verschwunden, echte Freunde und „große Menschen“ seien an ihre Stelle getreten. Er empfahl das neueste Buch eines Autors namens Sharaf sowie „The Vaccine Mafia“ von Helmut Sterz .
Sterz sei früher Cheftoxikologe von Pfizer für Europa gewesen und kenne die Zulassungsregeln so gut wie kaum ein anderer. Das Buch sei zunächst auf Deutsch erschienen und nun bei Skyhorse auf Englisch verfügbar.
Gemeinsam mit Sterz habe Bhakdi ein Kompendium zusammengestellt. Der Titel laute sinngemäß, mRNA-Impfungen seien das größte organisierte medizinische Verbrechen der Geschichte. Darin würden die Verantwortlichen benannt und Material für juristische Aufarbeitung geliefert. Das deutsche Buch sei seit etwa einem halben Jahr auf dem Markt. Zehn Tage vor dem Vortrag habe Skyhorse die englische Ausgabe in Druck gegeben.
Vom Herzinfarkt zur Demyelinisierung
Die dritte und nach Bhakdis Worten beste „Rückkehr“ sei eine neue Erklärung für das Leiden nach der Impfung. Als Corona „in die Hölle zurückgestürzt“ sei, seien Menschen als Invaliden zurückgeblieben, denen die Mittel zum Überleben genommen worden seien. Kein Krieg habe je so viele Existenzen gefordert.
Die ersten Antworten – Herzkrankheiten, thrombotische Ereignisse, Autoimmunerkrankungen, Krebs – habe er von Anfang an erwartet. Im Sommer 2026 sei ihm jedoch etwas „endlos Finstereres“ aufgefallen: Viele Menschen schienen die Kontrolle über Gehirn, Bewegungen, Gedanken, Erinnerungen und Persönlichkeit zu verlieren.
Im Juli sei ihm der gemeinsame Nenner aufgegangen: demyelinisierende Erkrankungen.
Das zentrale Nervensystem funktioniere über Neuronen, die über Axone elektrische Signale weiterleiten. Elektrische Impulse könnten nicht durch Wasser laufen, deshalb seien die Nerven mit Myelin umhüllt. Diese wasserabweisenden Scheiden stellten Oligodendrozyten her – Zellen, die in enormer Zahl neben den Nervenfasern sitzen und sie umwickeln.
Fielen die Myelinscheiden ab, funktionierten die Nerven nicht mehr. Genau das, so Bhakdi, passiere Millionen Menschen jeden Alters. Die Symptome entsprächen klassischen demyelinisierenden Krankheiten: Multiple Sklerose, Alzheimer, Guillain-Barré, transverse Myelitis, Parkinson, Autismus.
Warum sterben Oligodendrozyten? Bei Alzheimer sei bekannt, dass kleinste Gefäße im Frontallappen verstopfen („small vessel disease“). Auch Viren und Traumata – etwa bei Boxern – könnten lokale Schäden verursachen.
Das eigentliche Rätsel der modernen Medizin sei jedoch, warum eine einmal begonnene Demyelinisierung nicht von selbst aufhöre. Die Standardantwort laute: Das Immunsystem laufe Amok. Die Therapie bestehe vor allem aus Immunsuppressiva, beginnend mit Cortison – ohne durchschlagenden Erfolg.
Die Kaskade: Fremdprotein, Gefäßwand, Komplement
Bhakdi knüpfte an seine frühere Warnung an: mRNA gelange in Zellen, mit denen sie in Kontakt komme – zuerst die Gefäßwände, besonders in kleinen Gefäßen und Venen mit langsamem Blutfluss.
Die Zellen produzierten dann ein körperfremdes Protein – Spike oder jedes andere. Das Immunsystem greife diese Zellen an. Folge seien Thrombosen und Verstopfungen. Die von diesen Gefäßen versorgten Oligodendrozyten stürben ab, die Myelinscheiden fielen ab.
Der nächste Schritt seiner Hypothese: Die abfallenden Myelinstücke selbst setzten etwas in Gang, das den Prozess am Laufen halte.
Bhakdi griff dabei auf seine Anfänge am Max-Planck-Institut 1972 zurück. Im Blut gebe es zwei Kaskadensysteme: die Gerinnung und das Komplementsystem. Letzteres erzeuge „Feuerwerk“ – Entzündung. Zellen besäßen Schutzproteine, die wie Feuerlöscher wirkten und die ständigen kleinen Komplementaktivierungen löschten. Bei Sepsis – ausgelöst durch Endotoxin – überfordere die Masse das System.
Bestimmte Antikörper – etwa bei Transfusionsreaktionen oder Autoimmunität – oder bakterielle Stoffe wie Endotoxin aktivierten das Komplement direkt an der Zelle.
Genau das, so Bhakdi, geschehe auch durch die Lipid-Nanopartikel der Impfstoffe. Diese künstlichen Lipide aktivierten das Immunsystem unabhängig von Antikörpern. Das hätte die Impfkampagne sofort stoppen müssen, sei aber nicht geschehen.
Vor etwa 20 Jahren sei entdeckt worden, dass eine Zellart besonders wenige dieser Schutzmoleküle trage: die Oligodendrozyten. Sie seien deshalb extrem empfindlich gegenüber Komplementaktivierung in ihrer Nachbarschaft.
Die Explosionen träfen unmittelbar die nächsten Oligodendrozyten. Daraus entstehe ein Teufelskreis, der sich durch das gesamte Nervensystem fortsetze. Dies erkläre nach seiner Ansicht auch, warum klassische demyelinisierende und degenerative neurologische Krankheiten unaufhaltsam fortschreiten.
Curcumin als möglicher Hemmstoff – erste Anekdoten
Bhakdi suchte nach Substanzen, die die Komplementaktivierung dämpfen. Er stieß auf natürliche Stoffe, allen voran Curcumin (im Transkript „Kirkamin“/„Kurkumin“).
Es sei als entzündungshemmend bekannt, ohne dass die meisten Ärzte den Zusammenhang mit dem Komplementsystem kennten – ein Thema, das im Medizinstudium kaum vorkomme.
Am 18. August 2026 habe er das auf einem Treffen der „Ärzte für COVID-Ethik“ vorgetragen. Am nächsten Tag schrieb ihm ein norwegischer Kollege: Er behandle seit Jahren schwer Impfgeschädigte mit Curcumin, ohne durchschlagenden Erfolg. Dann habe er ein patentiertes deutsches Produkt gefunden, das deutlich höhere Blutspiegel erziele. Da die Blut-Hirn-Schranke bei diesen Patienten oft offen sei, gelange der Stoff ins Gehirn. Die letzten zwei oder drei Patienten seien subjektiv besser geworden.
Bhakdi kaufte das Präparat für drei schwerkranke Freunde. Drei Wochen später, am Montag vor dem Vortrag, habe ihm eine Freundin namens Katja telefoniert. Sie sei seit vier Jahren bettlägerig, habe zwei Teenager-Kinder und sei „komplett nach innen gekehrt“. Nun habe sie das Gefühl, es tue ihr gut.
Bhakdi kündigte an, genau diese Geschichte an diesem Sonntag zu erzählen.
Schluss: Eine Hypothese, kein Dogma
Bhakdi fasste zusammen: Er habe eine Hypothese vorgelegt, die – wenn sie stimme – künftig nützlich sein könne. Sie beruhe auf „echter Wissenschaft“, dem Phönix aus der Asche von Corona und „Fake Science“.
Er forderte das Publikum auf, die Zügel in die Hand zu nehmen, die Wahrheit zu suchen und mit aller Kraft zu versuchen, die Hypothese zu widerlegen.
Bis dahin solle sie als Hoffnungsschimmer für die Betroffenen stehen. UK Column solle zum „Tempel der Dämmerung“ und Ort der Auferstehung wahrer Wissenschaft werden.


