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Während Brüssel von Solidarität spricht und die großen Medien vor allem die humanitäre Seite der Migrationskrise zeigen, richtet eine Reportage aus Ceuta den Blick auf eine andere Frage: Wer bezahlt eigentlich die Folgen?
Die kanadische Journalistin Alexandra Lavoie von Rebel News besuchte das Aufnahmezentrum Centro Ecuestre in der spanischen Exklave. Dort filmte sie Hunderte Migranten, die auf ihre Registrierung warteten. Frauen und Männer seien getrennt untergebracht, was ein örtlicher Taxifahrer mit häufigen sexuellen Übergriffen innerhalb der Einrichtungen begründete. Nach seinen Angaben stammen viele der Neuankömmlinge aus Subsahara-Afrika, Mauretanien und weiteren afrikanischen Staaten.
Doch das Aufnahmezentrum zeige nur einen Teil der Realität. Auf dem Weg dorthin habe ihr Team Hunderte weitere Migranten an den Stränden gesehen. Für eine Stadt mit nur rund 83.000 Einwohnern seien die Dimensionen kaum zu fassen. „Das ist verrückt“, sagt Lavoie in ihrer Reportage.
Besonders bemerkenswert ist, was ihr ein ortskundiger Taxifahrer schilderte. Die Menschen im Aufnahmezentrum seien keineswegs ausschließlich jene Migranten, die während des jüngsten Massenansturms nach Ceuta gelangten. Ein erheblicher Teil habe sich bereits zuvor in der Stadt aufgehalten, weitere seien vom Militär aufgegriffen und anschließend zur Registrierung in das Zentrum gebracht worden. Die Bilder der vergangenen Tage seien deshalb nur die sichtbare Spitze einer Entwicklung, die Ceuta seit längerer Zeit belaste.
Am Ende ihrer Reportage stellt Lavoie die Frage, die ihrer Ansicht nach in der öffentlichen Debatte weitgehend ausgeblendet wird: Wer trägt die Kosten für Unterbringung, Registrierung, Verpflegung und Versorgung?
Ihre Antwort lautet: „Anscheinend ist es die Europäische Union.“
Während viele Medien über Humanität sprechen, stellt eine Reporterin vor Ort eine andere Frage:
Wer bezahlt das alles?
Die kanadische Journalistin Alexandra Lavoie von Rebel News besuchte eines der Aufnahmezentren in Ceuta. Dort filmte sie Hunderte Migranten, die registriert… pic.twitter.com/o7onJoN17n
— Don (@Donuncutschweiz) August 4, 2026
Tatsächlich werden Aufnahmezentren, Teile der Versorgung sowie Maßnahmen des Migrationsmanagements in Mitgliedstaaten wie Spanien über verschiedene EU-Fonds mitfinanziert. Die Mittel stammen aus dem EU-Haushalt und werden letztlich von den Mitgliedstaaten – und damit von den europäischen Steuerzahlern – getragen.
Für Lavoie ist genau das der Kern des Problems. Sie bezeichnet dieses System als „suizidale Empathie“ und kritisiert, dass zwar immer neue Mittel für die Bewältigung der Folgen bereitgestellt würden, die Ursachen der Migrationskrisen jedoch kaum zur Debatte stünden.
Ob man diese Einschätzung teilt oder nicht – die Reportage wirft Fragen auf, die in der politischen Diskussion häufig untergehen. Während über Solidarität gesprochen wird, bleibt meist offen, wie hoch die finanziellen Belastungen tatsächlich sind, wie viele zusätzliche EU-Mittel in besonders betroffene Regionen wie Ceuta fließen und welche langfristigen Folgen dieses System für die europäischen Steuerzahler hat.
Lavoies Fazit fällt entsprechend deutlich aus: Am Ende werde die Rechnung nicht in Brüssel bezahlt – sondern von den Bürgern der Mitgliedstaaten.