Syrsky ist raus, die Saudis sind blockiert

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Von Larry C. Johnson

Haben Sie die Geschichte vom glorreichen Sieg der Ukraine über die russische Armee gehört? Westliche Medien haben in den vergangenen vier Wochen den angeblich erstaunlichen Erfolg der ukrainischen Streitkräfte gefeiert. Stellen Sie sich also eine einfache Frage: Wenn man den Krieg gegen Russland gewinnt – warum entlässt man dann den Oberbefehlshaber, der diesen gewaltigen Erfolg angeblich ermöglicht hat?

Genau das hat Selenskyj – den ich als „Cocaine Cowboy“ bezeichne – getan. Am späten Dienstagabend wurde in Kiew bekannt, dass Selenskyj General Syrsky als Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte abgesetzt und durch Mychailo Drapaty ersetzt hat. Gleichzeitig entließ er auch Generalstabschef Gnatow.

Politisch steht Selenskyj bereits seit der Entlassung des jungen Verteidigungsministers Michail Fedorow unter Druck. Nach dessen Absetzung gingen in Kiew und Lwiw zahlreiche Menschen auf die Straße, um gegen die Entscheidung zu protestieren.

Berichten zufolge war Fedorows Entlassung auf wiederholte Auseinandersetzungen mit General Syrsky zurückzuführen. Fedorow hatte darauf bestanden, die knappen staatlichen Mittel verstärkt in Drohnenprogramme zu investieren, anstatt das Geld für die Anwerbung neuer Soldaten zur Auffüllung der immer schwächer besetzten ukrainischen Front einzusetzen.

Die Entlassung Fedorows löste eine Welle von Protesten im ganzen Land aus. Offenbar hoffte Selenskyj, dass die Absetzung Syrskys den politischen Druck etwas mindern würde. Trotz der Proteste nominierte Selenskyj den derzeitigen geschäftsführenden Minister Jewgenij Chmara als seinen Wunschkandidaten für das Amt und schloss Fedorow damit endgültig aus.

Man stelle sich nur vor, was passiert wäre, wenn Syrsky den Krieg tatsächlich verloren hätte. (Ironie beabsichtigt.)

Zu Drapaty berichtet East Calling:

Der neu ernannte Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Drapaty, wurde nach Angaben des russischen Innenministeriums auf die Fahndungsliste gesetzt.

Zuvor hatte das russische Ermittlungskomitee (SK) in Abwesenheit Anklage gegen Drapaty erhoben. Nach Angaben der Behörde führte er gemeinsam mit Viktor Nikoljuk in den Jahren 2017 und 2019 den Oberbefehl über die Operation der Vereinigten Streitkräfte der Ukraine. Unter ihrer Führung hätten ukrainische Einheiten mehr als 70 Artillerieangriffe auf Ortschaften in der DVR und LVR durchgeführt, bei denen 154 Menschen getötet oder verletzt worden seien.

Unterdessen, am Roten Meer, haben die Huthis eine Blockade gegen Tanker verhängt, die saudisches Öl transportieren oder transportieren wollen.

Saudi-Arabien hat protestiert und Vergeltung angekündigt. Kronprinz Mohammed bin Salman (MBS) steht jedoch vor einem ernsthaften Dilemma. Sollte er einen neuen Angriff auf den Jemen anordnen, dürften die Huthis mit Raketenangriffen reagieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Saudi-Arabiens einziges Ölexportterminal am Roten Meer – Yanbu – zerstören könnten.

Die klügste Entscheidung wäre daher, eine Verhandlungslösung anzustreben, um die derzeitigen Ölexporte von rund vier Millionen Barrel pro Tag über Yanbu zu sichern. Betrachtet man allerdings die jüngsten Entwicklungen, gibt es kaum Anzeichen dafür, dass die saudische Führung besonders strategisch oder weitsichtig handelt.

Auf absehbare Zeit werden die Saudis ihre Öltanker durch den Suezkanal schicken. Ägypten dürfte darüber erfreut sein, da es die Durchfahrtsgebühren kassiert. Allerdings verlängert diese Route den Transport zu den asiatischen Märkten um rund 40 Tage.

Sollte sich Saudi-Arabien dennoch für eine militärische Eskalation entscheiden, könnte dies letztlich zu einem vollständigen Stopp der saudischen Ölexporte führen.

Während ich diese Zeilen schreibe, warte ich auf Informationen über die Reaktion des Iran auf die heutige Bombenkampagne der USA. Berichten zufolge wurden dabei drei nukleare Einrichtungen angegriffen: Buschehr, Isfahan sowie Khojir (auch bekannt als Khojir-Raketenbasis bzw. Khojir-Zentrum für Nuklearforschung).

Der Iran hatte bereits zuvor angekündigt, auf derartige Angriffe entschlossen zu reagieren.

Wir werden sehen.

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