Von der Leyen malt Zielscheiben auf Europa – mit dem Drohnenpakt für die Ukraine

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Dies ist kein Schlafwandeln in den Krieg. Die Augen der europäischen Eliten sind weit geöffnet – und sie handeln mit erschreckender Entschlossenheit.

Die Europäische Union ist dem Krieg gegen Russland nun offiziell beigetreten. In dieser Woche unterzeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen „historischen Pakt“ mit der Ukraine, um die Produktion von Kampfdrohnen für Angriffe auf Russland zu integrieren.

Laut einem Bericht von Euronews sieht das Abkommen auch die gemeinsame Produktion ballistischer Raketen vor.

Finanziert werden soll diese massive Ausweitung der Kriegsproduktion durch den 90-Milliarden-Euro-Kredit, den die EU der Ukraine zur Verfügung stellt. Eine Rechnung, die Generationen europäischer Steuerzahler bezahlen werden.

Von der Leyen wurde in Kiew von Wladimir Selenskyj empfangen, dem unter Kriegsrecht regierenden und nicht gewählten Präsidenten der Ukraine. Damit treffen zwei Personen ohne demokratisches Mandat Entscheidungen, die Europa in einen umfassenden Krieg mit Russland treiben. Von der Leyen ist eine politische Ernennung. Sie wurde nicht vom Volk gewählt. Zuvor war sie deutsche Verteidigungsministerin – und nach Ansicht des Autors keine besonders überzeugende. Geprägt von Korruptionsvorwürfen und Machtmissbrauch bei der Beschaffung von Covid-19-Impfstoffen großer Pharmakonzerne, gilt von der Leyen als Paradebeispiel für das Prinzip des „Aufsteigens trotz Versagens“.

Bei ihrem inzwischen elften Besuch in Kiew seit der Eskalation des Konflikts im Februar 2022 erklärte von der Leyen, dass sich „das Blatt wendet“ im NATO-Stellvertreterkrieg gegen Russland. Sie bezog sich dabei auf die zunehmenden Langstreckenangriffe auf russisches Territorium sowie auf die Freigabe der 90 Milliarden Euro zur Finanzierung des Krieges.

In einer öffentlichen Rede erklärte sie unverblümt, dass die Europäische Union nun ausdrücklich als Verbündeter der Ukraine am Krieg beteiligt sei.

„In Europa verfügen wir bereits über enorme technologische und industrielle Kapazitäten, die wir einsetzen können. Und wir haben sichere Produktionsstandorte, die helfen können, die Produktion auszuweiten“, sagte von der Leyen.

Sie fügte hinzu:

„Was uns fehlt, ist das kampferprobte Wissen und die Erfahrung, die sich die Ukraine erarbeitet hat. Deshalb müssen wir unsere Stärken zusammenführen. Gemeinsam können wir an einer gemeinsamen Produktion arbeiten.“

Die Innovation, die von der Leyen und ihre NATO-Planer offenbar für besonders klug halten, besteht darin, Munition in europäischen Ländern zu produzieren, die vor russischen Vergeltungsschlägen „sicher“ sein sollen. Die Drohnen und Raketen sollen anschließend in die Ukraine transportiert werden, von wo aus sie tief in russisches Territorium eindringen und Ziele bis nach Moskau sowie Öl- und Industrieanlagen im ganzen Land angreifen können. In den vergangenen Monaten haben NATO-unterstützte ukrainische Drohnen Hunderte russischer Zivilisten getötet. Mit dem Pakt von der Leyens erhält diese Kampagne nach Ansicht des Autors grünes Licht für eine weitere Eskalation.

Bemerkenswert und zutiefst beunruhigend sei dabei vor allem von der Leyens Gefühl der Straflosigkeit. Offenbar gehe sie davon aus, dass europäische Staaten als Waffenarsenal für Angriffe auf Russland dienen könnten, Russland aber im Gegenzug keine Vergeltungsmaßnahmen gegen die EU oder die NATO als Kriegsbeteiligte ergreifen dürfe. Der Autor bezeichnet diese Haltung als „wahnsinnig leichtsinnig und dumm“.

Tatsächlich seien die Europäische Union, die NATO und die Vereinigten Staaten bereits seit dem Umsturz in Kiew im Jahr 2014 Teilnehmer dieses Stellvertreterkrieges gewesen, als sie nach Auffassung des Autors ein neonazistisches Regime installierten und bewaffneten. Diese jahrelange Aufrüstung und ideologische Vorbereitung habe schließlich 2022 zum Krieg geführt. Seitdem habe der kollektive Westen schätzungsweise 400 Milliarden Dollar bereitgestellt, um das Regime zu stützen, NATO-Söldner und Berater entsandt sowie Zielaufklärung, Logistik und operative Unterstützung für Langstreckenraketen geliefert.

Darüber hinaus hat die Ukraine bilaterale Militärabkommen mit einzelnen EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich, Dänemark, den Niederlanden und Norwegen geschlossen. Großbritannien unterzeichnete sogar einen Verteidigungspakt über hundert Jahre. All diese Vereinbarungen umfassen Waffen, Kampfflugzeuge, Drohnen und Raketen.

Die Unterstützung, die von der Leyen in dieser Woche präsentierte, geht jedoch darüber hinaus: Erstmals verpflichtet sich der gesamte 27 Staaten umfassende EU-Block, den Krieg auf industrieller Ebene mitzutragen.

Im April veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium eine Liste europäischer Unternehmen und ihrer Standorte, die nach russischer Darstellung an den ukrainischen Kriegsanstrengungen beteiligt sind. Russland erklärte, diese Einrichtungen könnten künftig als legitime Ziele für Vergeltungsmaßnahmen betrachtet werden. Bislang habe Russland jedoch darauf verzichtet, EU- oder NATO-Staaten direkt anzugreifen. Angesichts der zunehmenden Provokationen durch EU und NATO stelle sich allerdings die Frage, wie lange diese Zurückhaltung noch anhalte.

Von der Leyen bezeichnet das ukrainische Regime inzwischen als „Netto-Sicherheitsanbieter für Europa“. Damit soll nach Ansicht des Autors gerechtfertigt werden, dass europäische Bürger wirtschaftliche Belastungen hinnehmen müssen, während öffentliche Gelder an das korrupte Regime fließen.

Passend zum Drohnenabkommen und zur wirtschaftlichen Verschmelzung von EU und Ukraine nahm Selenskyj in dieser Woche bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate eine Kabinettsumbildung vor. Damit wollte er offenbar den Eindruck erwecken, entschieden gegen Korruption vorzugehen. Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko wurde entlassen, weil sie dem früheren Stabschef Andrij Jermak nahestand, der wegen eines schweren Korruptionsskandals im Zusammenhang mit Militärbeschaffungen zurücktreten musste.

Mit der Entlassung von Verteidigungsminister Mychailo Fedorow habe Selenskyj nach Ansicht des Autors jedoch einen Fehler begangen. Die Entscheidung löste Proteste in Kiew und anderen Städten aus. Fedorow war erst seit sechs Monaten im Amt und galt als ernsthafter Reformer. Seine Reformbemühungen brachten Militärführer wie Oberbefehlshaber Oleksandr Syrsky gegen ihn auf, die das bestehende System der Korruption beibehalten wollten. Wenig überraschend habe Selenskyj letztlich die alte Garde gestützt – nicht zuletzt, weil der 90-Milliarden-Euro-Zug der EU bald in Kiew eintreffen werde.

Tatsächlich wendet sich das Blatt – allerdings nicht in der Weise, wie es sich die nach Ansicht des Autors realitätsferne von der Leyen vorstellt. Russische Bodentruppen zermürbten die letzten von der NATO unterstützten ukrainischen Verteidigungslinien, während verstärkte russische Luftangriffe Drohnenfabriken in Kiew und anderen Städten zerstörten.

Deshalb würden EU und NATO nun eine neue Strategie verfolgen: Die Produktion von Drohnen werde aus der Ukraine in europäische Staaten verlagert, um sie scheinbar außerhalb der Reichweite russischer Angriffe zu bringen. Die dahinterstehende Annahme sei, dass die EU ihre Kriegsproduktion gefahrlos ausweiten könne, ohne selbst Konsequenzen tragen zu müssen.

Wie Professor Richard Sakwa diese Woche in einem Interview mit Glenn Diesen erklärte, treibe die russlandfeindliche Führung der EU Europa immer weiter in einen Krieg mit Russland. Die Entscheidungen würden autoritär und ohne demokratisches Mandat getroffen. De facto sei die Europäische Union zu einer Kriegsdiktatur geworden.

Ein weiteres Beispiel dafür sei die Militärparade zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli in Paris gewesen, bei der NATO-Truppen gemeinsam mit französischen und ukrainischen Regimentern in einer gemeinsamen Demonstration der Konfrontation gegenüber Russland auftraten.

Und bürokratische Funktionäre wie Ursula von der Leyen, die ein Jahresgehalt von rund 400.000 Euro beziehen, malen nach Ansicht des Autors derweil fröhlich Zielscheiben auf europäische Staaten.

Dies ist kein Schlafwandeln in den Krieg. Die Augen der europäischen Eliten sind weit geöffnet – und sie handeln mit erschreckender Entschlossenheit.

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