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Uhren haben einen festen Platz in Capital – hier stellen wir Neuigkeiten aus der Branche vor. Diesmal: eine Uhr, die zwölf Feldherren des mittelalterlichen Japan aufs Zifferblatt bringt
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts beendeten zwölf Samurai-Kommandanten unter Tokugawa Ieyasu einen hundertjährigen Bürgerkrieg in Japan. Ihre Einigung begründete eine Friedenszeit, die 265 Jahre halten sollte. Unter ihnen: Honda Tadakatsu, dessen Helm markante Hirschgeweihe trug, und Date Masamune, bekannt für seinen Helmschmuck in Form einer Mondsichel.
Die für ihren technischen Mut und ihre konsequente Extravaganz bekannte Uhrenmanufaktur Roger Dubuis zollt eben diesen Charakterköpfen auf dem Zifferblatt einer Neuheit Tribut. Oder vielmehr den erwähnten Helmen, die im Japan jener Zeit auf einen Blick verrieten, wem man gegenüberstand. Ein mächtiges Statussymbol, lange vor Rolex und Co. Die neue „Excalibur: The Kabuto Legacy“ feierte ihre Premiere denn auch in Tokio, als Signal dafür, wie ernst man es bei Roger Dubuis mit diesem Erzähluniversum meint.
Das alles passt zur Firmengeschichte. Als Roger Dubuis und Carlos Dias die Marke 1995 in Genf gründeten, setzten sie vom Start weg auf Exzentrik statt auf Zurückhaltung. Mit der Linie „Excalibur“, die 2005 debütierte, etablierten sie einen Bestseller mit markanten, wie mit einem Schwert hineingeschlagenen Kerben in der Lünette. Bei einigen Modellen der Kollektion sitzen goldene, mikroskopisch geschnitzte Ritter der Tafelrunde am äußeren Rand des Zifferblatts. Eine Szenerie, zu der die Marke seit 2013 immer wieder zurückkehrt. Nun setzt das Design abermals auf zwölf im Kreis versammelte Figuren. Nur tauscht man diesmal Camelot und Mittelalter gegen das Japan der Edo-Ära.
Im Zentrum der „Excalibur: The Kabuto Legacy“ steht auch keine Tafelrunde, sondern eine Miniatur von Schloss Edo, jener Festung, von der aus das vereinte Japan einst regiert wurde. Für die Architektur setzten die Kunsthandwerker von Roger Dubuis 17 Roségold-Elemente zusammen: teils blau, teils schwarz beschichtet. Darum gruppiert stehen die zwölf handgravierten Roségold-Helme. Mikroskopische Skulpturen und zugleich Stundenindizes, die jeweils zwei bis drei Tage hoch konzentrierter Arbeit erfordern. Bei 12 Uhr eröffnet Tokugawa Ieyasu den Reigen, dessen Helm einen Farnkamm trägt – ein Symbol für Erfolg und ein langes Leben.
Auf dem Gehäuseboden prangen die Hauswappen der zwölf Kommandanten, die mit dem Laser in Roségold auf einen tiefblauen Ring graviert wurden. Im Innern des limitierten Modells tickt das automatische Kaliber RD821. Ganz bewusst ein Werk ohne zusätzliche Komplikation, um die Ästhetik des Zifferblatts nicht zu stören.
Fazit: Roger Dubuis ist eine Uhr gelungen, die den Mythos der „Excalibur“-Linie in eine neue Kultur und Zeit trägt und doch ihren Insignien treu bleibt. Kein Stück, das man als puren Ego-Schmuck trägt, sondern eines, das man für die nächste Generation von Samurai aufbewahrt.