Neobank: Bewertungsexplosion bei Revolut

Mitarbeitende von Revolut dürfen Aktienpakete losschlagen und treiben die Bewertung der britischen Neobank damit auf einen neuen Höchststand. Folgt bald der Börsengang?

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Mitarbeitende von Revolut dürfen Aktienpakete losschlagen und treiben die Bewertung der britischen Neobank damit auf einen neuen Höchststand. Folgt bald der Börsengang?

Die britische Neobank Revolut hat Medienberichten zufolge einen symbolträchtigen Meilenstein erreicht. Im Zuge eines laufenden Anteilsverkaufs durch Mitarbeiter stieg die Bewertung auf 115 Mrd. Dollar, berichteten unter anderem „Bloomberg“ und das „Wall Street Journal“. Damit zählt das auch in Deutschland aktive Fintech weiter zu den wertvollsten privaten Techfirmen Europas – und ist zudem so viel wert wie Deutsche Bank und Commerzbank zusammen.

Ein Sprecher von Revolut bestätigte gegenüber Capital einen sogenannten Secondary Share Sale. „Wir können bestätigen, dass derzeit ein Verkauf von Anteilen läuft. Wie in solchen Fällen üblich, kommentieren wir die Details nicht, solange der Prozess noch andauert, und werden ein Update geben, sobald er abgeschlossen ist“, erklärte das Unternehmen.

Revolut-Mitarbeiter versilbern Aktienpakete

Bei einem solchen Anteilsverkauf wechseln bestehende Aktien den Besitzer, ohne dass das Unternehmen neues Kapital aufnimmt. Laut Bloomberg konnten Mitarbeiter ihre Anteile zu einem Preis von 2017 Dollar je Aktie verkaufen. Die Bewertung von Revolut lag Ende vergangenen Jahres noch bei 75 Mrd. Dollar.

Die Digitalbank treibt mit viel Geld ihr Wachstum voran: Im vergangenen Herbst hatte Revolut verkündet, binnen fünf Jahren weltweit 11,5 Mrd. Euro investieren zu wollen. Ziel ist es, bis Mitte 2027 die Marke von 100 Millionen Privatkunden zu erreichen. In Deutschland, wo Revolut seit 2022 tätig ist und eine Niederlassung in Berlin unterhält, hat die Neobank aber Mühe. Hier trifft die Firma auf die harte Konkurrenz der Digitalbanken Trade Republic und N26 sowie etablierter Direktbanken wie DKB und ING.

Immer wieder gibt es zudem Gerüchte um einen bevorstehenden Börsengang von Revolut. Dafür sieht das Unternehmen derzeit aber offenbar keinen Zeitdruck. Firmenchef Nik Storonsky hatte zuletzt erklärt, ein IPO komme frühestens 2028 infrage. Bis dahin könnten weitere Anteilsverkäufe von Mitarbeitern und Investoren folgen.

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