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Behörde prüft Bücher: Zalando-Aktie sackt nach Bafin-Ankündigung ab

Die Aufsichtsbehörde sieht Anhaltspunkte, dass Zalando beim Jahresabschluss gegen Vorschriften verstoßen hat. Die Aktie reagierte deutlich

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Die Aufsichtsbehörde sieht Anhaltspunkte, dass Zalando beim Jahresabschluss gegen Vorschriften verstoßen hat. Die Aktie reagierte deutlich

Die Bücher des Mode-Versandhändlers Zalando kommen auf den Prüfstand: Wie die Finanzaufsichtsbehörde Bafin mitteilte, wird bei Zalando eine Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet. Es lägen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Dax-Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe.

Die möglichen Verstöße stehen den Angaben zufolge im Kontext der About-You-Übernahme. Zalando habe im Anhang des Konzernabschlusses Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Rahmen des Erwerbs der Modeplattform About You möglicherweise fehlerhaft unterlassen. 

About-You-Übernahme ließ Umsatz wachsen

Zalando hatte im vergangenen Jahr über 90 Prozent der Anteile von About You erworben, ein großer Teil davon stammte von der Otto Group. Bereits kurz darauf meldete das Unternehmen einen deutlichen Umsatzschub. Im ersten Quartal 2026 wies Zalando einen Gewinn von 65 Mio. Euro aus – Synergien aus der About-You-Übernahme hätten rund 10 Mio. Euro zum Ergebnis beigetragen. Bereits in den Jahren zuvor hatte es allerdings Kritik gegeben, ob die Gewinne bei About You tatsächlich dem entsprechen, was das Unternehmen öffentlich mitteilte.

Die Aktie von Zalando reagierte am Freitagmorgen umgehend und brach zwischenzeitlich um mehr als 10 Prozent ein. Im Laufe des Vormittags erholte sie sich etwas und stand am Mittag bei 24,93 Euro.

Bafin zieht die Zügel an

Die Bafin werde öffentlich über den Ausgang der Prüfung berichten, heißt es in der Mitteilung – unabhängig davon, ob tatsächlich Fehler gefunden werden. Zalando steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit der Bafin. Der Online-Modehändler teilte in einer Stellungnahme mit: „Nach Einschätzung der Zalando SE handelt es sich um einen rein formellen, aber materiell unwesentlichen Aspekt in den Anhangsangaben.“ Alle relevanten Informationen zum Erwerb der About-You-Anteile seien vollständig öffentlich zugänglich gewesen.

Generell scheint die Bafin die Zügel anzuziehen: Zuletzt hatte sie eine Reihe ähnlicher Maßnahmen bekanntgegeben. So prüft die Behörde derzeit auch den Konzernabschluss der DekaBank wegen sogenannter Cum-Cum-Geschäfte. Der Unicredit hatte die Bafin „unsachliche Werbeanzeigen“ rund um die Commerzbank-Übernahme untersagt, bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft DF Deutsche Finance Investment wurde ein Sonderbeauftragter bestellt.

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