Wenn der Staat das Opfer zweimal bestraft
Von Nico Stino
Es gibt Fälle, die brauchen keine Ideologie, um empörend zu sein. Der Fall eines Aargauer Ex-SVP-Grossrats, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, Frauen betäubt und missbraucht zu haben, ist so ein Fall. Es gilt die Unschuldsvermutung, das ist wichtig festzuhalten. Was aber unabhängig vom Ausgang des Strafverfahrens feststeht: Zwei mutmassliche Opfer, Mutter und Tochter, polnische Staatsangehörige, gerieten nach der Verhaftung des Beschuldigten ins Visier der eigenen Behörden. Die Gemeinde kürzte die Sozialhilfe unter das Existenzminimum, meldete die


