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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt, hat seinen Willen zu einer AfD-Alleinregierung bekräftigt. Im Interview mit dem Deutschland-Kurier schloss Siegmund nicht gänzlich aus, sich gegebenenfalls auch mit Stimmen aus den Reihen der CDU-Landtagsfraktion zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen – allerdings nur unter klaren Bedingungen. Der AfD-Spitzenkandidat appelliert an […]
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt, hat seinen Willen zu einer AfD-Alleinregierung bekräftigt. Im Interview mit dem Deutschland-Kurier schloss Siegmund nicht gänzlich aus, sich gegebenenfalls auch mit Stimmen aus den Reihen der CDU-Landtagsfraktion zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen – allerdings nur unter klaren Bedingungen. Der AfD-Spitzenkandidat appelliert an die Wähler: „Die Wahl in Sachsen-Anhalt kann ein politisches Erdbeben auslösen, das bis nach Berlin zu spüren sein wird! Es kann der historische Wendepunkt sein, der der ganzen Republik zeigt: Der Politikwechsel in Deutschland ist möglich!“
Deutschland-Kurier: Herr Siegmund, der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt ist in vollem Gange. Welche Eindrücke nehmen Sie aus Ihren Versammlungen mit – verspüren Sie Siegeszuversicht?
Ulrich Siegmund: Die Stimmung auf unseren Veranstaltungen ist schlichtweg überwältigend! Ob in Bitterfeld, Gommern, Tangermünde oder auf dem brechend vollen Marktplatz bei der Simson-Tour in Weißenfels – überall treffen wir auf tausende Bürger, die unzufrieden mit der Politik der Altparteien sind und einen politischen Neuanfang wollen. Die Menschen haben keine Lust mehr auf Ausreden oder ständige Desinformation in den Medien. Man spürt überall eine enorme Aufbruchsstimmung und die echte Hoffnung auf eine Veränderung.
Klartext zu Migration und Zwangsgebühren
Deutschland-Kurier: Wie oft treten Sie im Schnitt auf pro Tag – welche Themen sprechen Sie in Ihren Reden vor allem an?
Ulrich Siegmund: Der Kalender ist bis zum Wahltag am 6. September randvoll – gemeinsam mit unseren Direktkandidaten und den vielen fleißigen Mitgliedern an der Basis absolviere ich täglich mehrere Auftritte, Infostände und Bürgergespräche, verteilt in ganz Sachsen-Anhalt.
In meinen Reden spreche ich Klartext zu den Themen, die den Menschen unter den Nägeln brennen, wie den sofortigen Stopp der unkontrollierten Migration und die Durchsetzung einer konsequenten Abschiebeoffensive, um die Innere Sicherheit wiederherzustellen; die Beendigung der staatlich zwangsfinanzierten Desinformation durch die Kündigung der Medienstaatsverträge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Rettung unserer Wirtschaft und des Mittelstands vor der ideologischen Energie- und Steuerpolitik der Altparteien.
Deutschland-Kurier: Gibt es aus Ihren bisherigen Begegnungen ein Schlüsselerlebnis, eine besondere Begebenheit, die Sie vielleicht ein wenig ausführlicher erzählen möchten?
Ulrich Siegmund: Die Sorgen sind riesig und ziehen sich durch alle Generationen. Die ältere Generation kommt zu mir und sagt: „Ich habe 40 oder 45 Jahre hart gearbeitet, und jetzt reicht die Rente wegen der horrenden Mieten, Lebensmittel- und Energiepreise kaum noch für ein Leben in Würde.“
Junge Familien fragen sich verzweifelt, wie sie sich überhaupt noch ein Eigenheim und Kinder leisten können und ob sie später überhaupt noch eine staatliche Rente erhalten werden.
Ganz massiv wird auch das Thema Sicherheit angesprochen: Viele Frauen trauen sich abends nicht mehr unbesorgt auf die Straße. Eltern haben Angst, wenn ihre Kinder öffentliche Großveranstaltungen oder den Weihnachtsmarkt besuchen.
Deutschland-Kurier: Wenn Sie den Leuten zuhören: Mit welchen Problemen und Sorgen kommen die Menschen auf Sie in erster Linie zu? Gibt es aus Ihren bisherigen Begegnungen ein Schlüsselerlebnis, eine besondere Begebenheit, die Sie vielleicht ein wenig ausführlicher erzählen möchten?
Ulrich Siegmund: Es gibt unzählige Momente, die einen tief berühren. Erst kürzlich bei der Simson-Tour in Weißenfels stand vor der Marienkirche unser Stand der „Christen in der AfD“. Die Kirche hatte sogar zu einer Gegenveranstaltung aufgerufen. Aber was passierte? Nach dem Gottesdienst kamen zahlreiche Kirchenbesucher zu uns an den Stand, haben das Gespräch gesucht und wir haben auf Augenhöhe Argumente austauscht.
Oder wenn ältere Menschen mit Tränen in den Augen zu mir kommen, mir die Hand drücken und sagen: „Ulrich, bitte kämpfe weiter für unsere Enkel, damit sie in diesem Land noch eine Zukunft haben!“ Das zeigt mir: Die Spaltungsversuche der Medien und Altparteien greifen nicht mehr.
Meine drei ersten Amtshandlungen
Deutschland-Kurier: Wenn Sie jemand fragt, was Sie als Ministerpräsident von „gleich auf jetzt“ anpacken würden, was antworten Sie, was Ihre ersten drei Amtshandlungen wären?
Ulrich Siegmund: Erstens: Eine konsequente Abschiebeoffensive für Ausreisepflichtige, um Sicherheit zu schaffen und unsere Sozialsysteme zu entlasten.
Zweitens: Die Aufkündigung des Medienstaatsvertrages, um die milliardenschwere Zwangsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu stoppen, und die Bürger finanziell zu entlasten.
Drittens: Verbesserung der flächendeckenden medizinischen Versorgung durch Aufhebung der Budgetgrenzen in unterversorgten Regionen und eine Ausbildungsoffensive für heimische Ärzte.
Deutschland-Kurier: Laut jüngsten Umfragen ist nicht sicher, dass die SPD am 6. September überhaupt den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schafft. Das würde bedeuten: Im Landtag wären dann absehbar nur AfD, CDU und Linke vertreten – eine sichere Bank also für eine absolute AfD-Mehrheit?
Ulrich Siegmund: Dass die SPD vor dem Rauswurf steht, ist die Quittung der Bürger für eine jahrelange Politik gegen die Interessen des eigenen Volkes. Aber eine absolute Mehrheit ist nie ein Selbstläufer und Umfragen entscheiden noch lange keine Wahl. Wir kämpfen bis zur letzten Minute um jede einzelne Stimme! Wer eine echte Wende und Politik mit gesundem Menschenverstand will, muss die AfD wählen.
Sichere Mehrheit muss stehen, keine faulen Kompromisse
Deutschland-Kurier: Noch-Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) klammert sich mit letzter Hoffnung an eine von den Kommunisten tolerierte Minderheitsregierung, sollte die AfD die absolute Mehrheit knapp verfehlen. Würden Sie dann trotzdem im Landtag ihren Hut in den Ring werfen und zur Wahl antreten? Die Wahl des Ministerpräsidenten ist geheim und es gibt Spekulationen über mehrere Abweichler bei der CDU…
Ulrich Siegmund: Ich trete nur an, wenn wir eine aussichtsreiche und sichere Mehrheit im Landtag haben. Die Bürger wählen uns schließlich nicht für parlamentarische Experimente, sondern damit wir dieses Land mit einer stabilen Mannschaft verantwortungsvoll und konsequent regieren. Ob diese Mehrheit am Ende steht, hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich vor dem Wahltag noch nicht abschließend beantworten.
Eines steht jedoch fest: Wenn Herr Schulze tatsächlich bereit ist, sich von den Linken tolerieren zu lassen, nur um an der Macht zu bleiben, wäre das der finale Verrat an allen bürgerlichen Wählern der CDU.
Sollte es bei einer geheimen Wahl jedoch zu einer stabilen und tragfähigen Konstellation kommen, weil Abgeordnete der CDU ein Restgewissen zeigen und den linken Kurs nicht mehr mittragen wollen, stehen wir bereit. Aber faule Kompromisse oder Wackelregierungen wird es mit mir nicht geben – wenn ich regiere, dann nur mit einer verlässlichen und handlungsfähigen Mehrheit für Sachsen-Anhalt!
Deutschland-Kurier: Welche bundespolitische Bedeutung messen Sie der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei?
Ulrich Siegmund: Die Wahl in Sachsen-Anhalt kann ein politisches Erdbeben auslösen, das bis nach Berlin zu spüren sein wird! Es kann der historische Wendepunkt sein, der der ganzen Republik zeigt: Der Politikwechsel in Deutschland ist möglich! Wenn wir hier beweisen, wie eine Politik mit gesundem Menschenverstand zum Wohl der eigenen Bevölkerung funktioniert, wird das Signal unmissverständlich sein: Die Zeit der Altparteien ist abgelaufen!
Deutschland-Kurier: Glauben Sie, dass die Merz’sche „Brandmauer“ zur AfD nach dem 6. September endgültig einstürzt?
Ulrich Siegmund: Die Brandmauer ist doch längst brüchig und dient der CDU nur noch als Erpressungswerkzeug gegen die eigenen Wähler. Nach dem 6. September wird Friedrich Merz vermutlich einsehen müssen, dass man nicht dauerhaft gegen den gewählten Willen der Bevölkerung regieren kann.
Deutschland-Kurier: Sie haben als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgegeben. Ist das Ihrer Meinung nach aktuell ein realistisches Ziel?
Ulrich Siegmund: Absolut! Wer sich kleine Ziele steckt, hat in der Politik nichts verloren. Wenn man sieht, wie viele Nichtwähler wir reaktivieren und wie viele enttäuschte Stammwähler anderer Parteien zu uns überlaufen, ist dieses Ziel greifbar nahe. Die Unzufriedenheit im Land ist riesig. Wenn die Menschen am 6. September konsequent wählen gehen, werden wir unser Ziel, alleine und ohne faule Kompromisse zu regieren, schaffen und Sachsen-Anhalt zum Zentrum der Politik des gesunden Menschenverstands machen!
Die Fragen stellte Einar Koch.
Beitrag: DK-Interview mit Ulrich Siegmund (AfD): „Die Wahl in Sachsen-Anhalt kann Deutschland verändern!“
Quelle: Deutschland-Kurier.