Roskosmos-Chef: Menschheit wird den Roten Planeten definitiv besiedeln

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Die Erforschung anderer Planeten ist nur eine Frage der Zeit, sagte Generaldirektor der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos Dmitri Bakanow in einem Interview. Der aktuelle Stand der Technologien erlaube es bisher noch nicht, die Pläne hierfür vollständig umzusetzen, meinte Bakanow im Gespräch mit dem Reporter Alexander Junaschew. Das entsprechende Video wurde auf dem Telegram-Kanal Junaschew Live veröffentlicht.

Früher oder später werde eine dauerhafte menschliche Präsenz in den Tiefen des Universums entstehen, versicherte der Roskosmos-Chef.

Und weiter:

„Die Kolonien wird es zu hundert Prozent geben. Zuerst auf dem Mond, dann auf dem Mars. Ich glaube, unsere Generation wird die ersten Missionen erleben, bei denen nicht nur eine einzelne Person auf außergewöhnliche Weise, sondern [Menschen] mit einer gewissen Infrastruktur auf dem Mond und vielleicht auch auf anderen Himmelskörpern landen.“

Laut Bakanow könnten solche Kolonien als eine Art „Ausweichlösung“ für die Menschheit angesehen werden, wohin sie im Falle einer Katastrophe auf der Erde flüchten könnte.

„Wer weiß schon, was auf der Erde geschehen wird, welche anthropogene oder natürliche Katastrophen“, so der Roskosmos-Chef. Es müsse immer eine Ausweichmöglichkeit geben. Und ohne Weltraum werde das unmöglich sein. Die erste Stufe dabei sei die Kolonisierung des Mondes.

Derzeit erforschten zahlreiche russische und ausländische Teleskope den Weltraum, um andere Planeten zu finden, die die Menschheit nutzen könnte, setzte Bakanow fort. 

Ferner gab er an, das Thema der bemannten Mondflüge mit Jared Isaacman, dem Verwaltungschef der NASA (US-Behörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft), während dessen Besuchs im Kosmodrom Baikonur im Juli erörtert zu haben.

Bakanow zufolge kamen sie zu dem Schluss, dass alle moderne technologische Errungenschaften nicht einmal ein Prozent des notwendigen Wissens über den Menschen lieferten, um eine Mission zu einem anderen Himmelskörper sicher zu organisieren.

Hierfür seien enge Zusammenarbeit und regelmäßiger Austausch notwendig, um Fortschritte erzielen und eine „multiplanetare Realität“ gewährleisten zu können, betonte der Roskosmos-Chef.

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