Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Was Pete Blaber, ehemaliger Kommandant der US-Eliteeinheit Delta Force, in der „Shawn Ryan Show“ erklärte, gehört zu den Aussagen, die in den etablierten westlichen Medien kaum Beachtung finden. Seine Schilderungen werfen grundlegende Fragen über die Berichterstattung zum Ukraine-Krieg auf – insbesondere, weil sie nach seinen Angaben auf Informationen aus höchsten Regierungskreisen beruhen.
Pete Blaber wuchs in Oak Park im US-Bundesstaat Illinois als eines von neun Kindern einer irisch-katholischen Familie auf. Nach seinem Studium an der Southern Illinois University stieg er bis zum Kommandanten der legendären Delta Force auf – einer der geheimsten und schlagkräftigsten Spezialeinheiten der US-Armee.
Seine Einsätze führten ihn unter anderem nach Panama, Kolumbien, Somalia, Bosnien, Afghanistan und in den Irak. Nach seinem Ausscheiden aus dem Militär im Jahr 2006 widmete er sich den Themen Führung, Krisenmanagement und nationale Sicherheit.
Blaber gilt damit nicht als Außenseiter oder Verschwörungstheoretiker, sondern als ehemaliger Spitzenoffizier mit jahrzehntelanger Erfahrung in den sensibelsten Bereichen des amerikanischen Militär- und Geheimdienstapparats.
Blaber schildert ein Treffen in Los Angeles mit vier langjährigen Kontakten aus seinem Netzwerk: einem Ansprechpartner im US-Außenministerium, zwei Mitarbeitern der Geheimdienste sowie einem langjährigen Regierungsauftragnehmer.
Nach seinen Angaben hätten ihm diese Informationen übermittelt, die ihn „völlig umgehauen“ hätten. Seine Gesprächspartner hätten ihn gefragt, ob er bereit sei, diese Informationen öffentlich zu machen. Blaber erklärte, er habe zugestimmt – und sehe dies als seine Pflicht an.
Die schwerwiegendste Behauptung betrifft die ukrainischen Verluste.
Nach Angaben seiner Quellen sollen rund 1,25 Millionen ukrainische Soldaten gefallen sein. Im Verlauf des Jahres 2025 sollen demnach durchschnittlich etwa 1.000 Soldaten pro Tag ums Leben gekommen sein.
Für diese Zahlen legte Blaber keine öffentlich überprüfbaren Belege vor. Sie weichen deutlich von den Schätzungen westlicher Regierungen und unabhängiger Organisationen ab. Sollten sie jedoch auch nur annähernd zutreffen, würde dies auf eine humanitäre Katastrophe historischen Ausmaßes hindeuten.
Blaber stellt eine Frage, die seiner Ansicht nach jeder kritische Beobachter stellen sollte: Warum werde über den Ukraine-Krieg so wenig fundiert berichtet?
Seine Antwort fällt eindeutig aus: Eine umfassende Darstellung der Lage würde nach seiner Auffassung die offizielle westliche Erzählung infrage stellen. Regierungen und große Medien hätten ein Bild des Krieges geschaffen, das mit der Realität vor Ort nicht übereinstimme.
Zu dieser Darstellung zählt nach Blabers Angaben auch die Reaktion der Bevölkerung in den von Russland kontrollierten Gebieten.
Unter Berufung auf seine Kontakte behauptet er, die russischen Truppen würden in den eingenommenen Städten vielfach als Befreier empfangen. Gleichzeitig schilderten seine Quellen erhebliche Missstände unter der ukrainischen Militärpräsenz. Auch diese Darstellung widerspricht der Berichterstattung vieler westlicher Medien.
Die unabhängige Journalistin Eva Karene Bartlett, die seit Jahren aus verschiedenen Konfliktgebieten berichtet und die westliche Mainstream-Berichterstattung regelmäßig kritisiert, erklärte, sie erkenne in Blabers Aussagen vieles wieder, was sie selbst dokumentiert habe.
Nach ihren Angaben führte sie insbesondere im Jahr 2022, aber auch in den darauffolgenden Jahren – unter anderem in Bachmut (Artemiwsk) – zahlreiche Gespräche mit Zivilisten. Diese hätten berichtet, sie seien von ukrainischen Truppen terrorisiert und später von russischen Soldaten befreit worden.
Bartlett kritisiert, dass ihre Reportagen im Westen häufig ignoriert oder pauschal als russische Propaganda zurückgewiesen würden. Sie betont hingegen, ihre Arbeit bestehe darin, die Aussagen der Menschen vor Ort zu dokumentieren – unabhängig davon, ob diese in das vorherrschende politische Narrativ passten.